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Hückeswagen
Pflitsch blickt auf ein Rekordjahr zurück

Hückeswagen: Pflitsch blickt auf ein Rekordjahr zurück
Pflitsch will bis mindestens 2025 stark wachsen, doch die Expansionsmöglichkeiten auf dem Firmengelände an der Wupper sind begrenzt. FOTO: Firma Pflitsch / Büllesbach
Hückeswagen. Die Zukunft bei Pflitsch ist mit zwei Wörtern zu beschreiben: Wachstum und Optimierung. Nachdem das Traditionsunternehmen vom Mühlenweg die Weltwirtschaftskrise, die sogar Entlassungen zur Folge hatte, überstanden hatte, geht es seit Jahren aufwärts. Von Stephan Büllesbach

Die beiden geschäftsführenden Gesellschafter Roland Lenzing und Mathias Stendtke geben zudem ein engagiertes Ziel vor: Die Zehn-Jahres-Planung, die bis 2025 läuft, sieht eine kontinuierliche Umsatzsteigung und die Schaffung weiterer Arbeitsplätze vor. Über die Umsatzzahlen hüllt sich die Firmenleitung im Gespräch mit unserer Redaktion zwar in Schweigen, was jedoch die Mitarbeiterpläne betrifft, wird sie konkret: In acht Jahren will das Unternehmen um die 400 Mitarbeiter beschäftigen - aktuell sind es 260, was auch schon ein Höchststand ist.

In der Betriebsversammlung am Freitag gaben die geschäftsführenden Gesellschafter den Abschluss des erfolgreichsten Geschäftsjahrs der Firmengeschichte bekannt. Und auch, dass die Anzahl der Beschäftigten stetig weiter wächst. Weiterer Mitarbeiter sollen kurz- und mittelfristig eingestellt werden, um die angepeilten Wachstumsziele zu erreichen. So hat das Unternehmen mehrere Stellen ausgeschrieben und sucht Mitarbeiter für die Produktion sowie spezielle Facharbeiter.

Auch will das Unternehmen Fachkräfte ausbilden, daher starteten am 28. August acht neue Auszubildende sowohl im technischen als auch im kaufmännischen Bereich in ihre Lehre. Zudem sollen spontan noch weitere sechs Azubis eingestellt werden (s. Info-Kasten).

Doch Pflitsch hat ein räumliches Problem: Die Erweiterungsmöglichkeiten im Dreieck zwischen Rader Straße, Mühlenweg und Wupper sind begrenzt. Zwar liegt der Fokus für das neue Geschäftsjahr 2017/2018 weiterhin auf der Standortstärkung, wie die Firmenleitung betonte - so wurde im Juli das neue Automatische Kleinteilelager (AKL) eingeweiht, das im Januar in Betrieb genommen werden soll. Doch wenn neue Fertigungsstätten von Nöten sein sollten, müssen diese wohl an anderer Stelle errichtet werden. "Wir müssen langfristig schauen, wo sich etwas ergibt", sagte Lenzing. Und Stendtke betonte: "Wir sind in Gesprächen mit der Stadt Hückeswagen." Er ließ durchblicken, dass es bereits eine Option für einen möglichen Standort gibt.

Die Geschäftsführer sehen die Zukunft des Unternehmens weiterhin in der Schloss-Stadt, schließen aber auch eine neue Fertigung in einer anderen Kommune in der Region nicht aus. "Das Ausland ist jedoch keine Option", versicherte Lenzing. Es sei denn, ein Kunde wünsche das. So setze China aktuell auf "local content", also die Fertigung im Land. "China ist ein wichtiger Markt", gab Stendtke zu bedenken. Insgesamt rund 50 Länder werden von Pflitsch beliefert, die Hauptabnehmer sitzen dabei in Europa, den USA und Asien.

Kurzfristige Investitionen sind aber für die bergische Heimat vorgesehen. So soll das angemietete Außenlager in Bergisch Born erweitert und ein neues Pförtnerhaus am Hückeswagener Standort gebaut werden. Letzteres sei aufgrund der zunehmenden Logistikansprüche der Kunden notwendig.

"Wir sind stolz darauf, dass wir den Unternehmensumsatz in diesem Jahr deutlich steigern konnten", sagte Stendtke. Ein großes Dankeschön gehe daher an die Mitarbeiter, "ohne die wir das nicht geschafft hätten". Damit das Unternehmen weiter auf Erfolgskurs bleibt, bediente sich Roland Lenzing eines Zitats seines Onkels Harald Pflitsch. Der hatte einst gesagt: "Pflitsch hat sich immer in Frage gestellt, sich auf die Marktgegebenheiten eingestellt und angepasst."

Quelle: RP
 
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