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Hückeswagen
Positive Prognose für die Hauptschule

Hückeswagen. Einen Zeitplan für die Umzüge einiger Schulen will die Verwaltung im nächsten Schulausschuss vorstellen. Dabei wird auch eine Schülerprognose vorgestellt. Demnach hätte die Montanusschule noch eine Zukunft bis mindestens 2021. Von Stephan Büllesbach

In ein paar Jahren steht ein "Bäumchen-wechsel-dich-Spiel" bei den Schulen an. Dann soll die Realschule, die noch an der Kölner Straße angesiedelt ist, in einen Teil der jetzigen Montanusschule umziehen. In dem frei werdende Gebäude wäre somit Platz für die Löwen-Grundschule. Deren Gebäude an der Kölner Straße neben der Johanniskirche und das der gegenüberliegenden ehemaligen Katholischen Grundschule, das bis auf wenige Fachräume und die Küche für die Offene Ganztagsschule nicht mehr genutzt wird, könnte die Stadt veräußern.

Die Politiker hatten die Verwaltung im vorigen Schulausschuss beauftragt, eine Zeitschiene für den Umbau der Montanusschule und die anschließenden Umzüge zu erstellen. Diese will sie nun am Donnerstag, 2. Juni, in der nächsten Sitzung des Schulausschusses vortragen (17 Uhr, Schloss). Zur Vorbereitung hat sie die aktuellen Zahlen aufbereitet, und das Planungsbüro Zacharias hat auf der Grundlage dieser Schülerprognose Planungen vorgenommen. Auch diese werden im Ausschuss vorgestellt.

Als Grundlage dafür dienen die Zahlen der Grundschüler - abzulesen an der Zahl der Geburten. Schwankten diese vor einigen Jahren bei 100 bis 110 Kinder pro Jahrgang, ist ihre Zahl inzwischen auf 120 bis 130 angestiegen. Ausnahmen werden laut Verwaltung das Schuljahr 2019/20 mit nur 114 Kindern und das Schuljahr 2022/23 mit 143 sein. Noch vor drei Jahren gab es an der Hauptschule keine Probleme - gleich 32 Fünftklässler waren für das Schuljahr 2013/14 angemeldet worden. Die Mindestzahl liegt bei 18 pro Eingangsklasse - und genau auf diese Zahl kam die Montanusschule in den beiden anschließenden Schuljahren. Für das kommende ist nun sogar eine Ausnahmegenehmigung der Bezirksregierung Köln notwendig, da lediglich 17 Schüler angemeldet wurden. Ansonsten würde die Hauptschule in einigen Jahren auslaufen.

In ihrer Prognose geht die Stadtverwaltung für die nächsten Jahre von folgenden Anmeldezahlen aus: 23 für 2017/18, 19 für 2018/18, 17 für 2019/20 und 22 für 2020/21. Sollten in den kommenden Jahren immer mindestens 15 Prozent der Viertklässler auf die Hauptschule wechseln, könnte sie einzügig weiterlaufen. Doch schon bei einer sogenannten Übergangsquote von nur noch 14 Prozent wäre sie in ihrer Existenz gefährdet. Die Realschule bleibt laut Prognose so lange zweizügig, wie mindestens jeder vierte Viertklässler dorthin wechselt. Die Gymnasien (in den umliegenden Städten) erfreuen sich wohl auch zukünftig weiterhin großer Beliebtheit.

Gerd Püschel, Leiter der Montanusschule, kennt die Prognose bereits. "Ich halte die Zahlen für seriös. Darauf kann man aufbauen", sagte er auf Anfrage unserer Redaktion. Ausführlich Stellung nehmen will er jedoch erst in der Sitzung des Schulausschusses in der kommenden Woche.

Quelle: RP
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