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Hückeswagen
Prognose für Zukunft der Neye-Talsperre ist schwierig

Hückeswagen. Auch ein Jahr nach dem Gülleunfall an der Neye-Talsperre ist nicht sicher, ob und wie sich das Gewässer von der Umweltkatastrophe erholen wird. Eine Vorhersage sei zum jetzigen Zeitpunkt "schlicht nicht möglich" sagt Joachim Frings von den Stadtwerken Remscheid, die zusammen mit dem Wupperverband über den Stand der Dinge informierten. Am 18. März 2015 waren etwa 1,7 Millionen Liter Gülle aus einem riesigen Gülletank eines Hofs in Kotten bei Halver in den Neyebach geflossen, ein Großteil dieser Gülle floss von dort in die Talsperre - eine Katastrophe für die Umwelt.

Bedingt durch das kalte Wetter der vergangenen Wochen hat das Talsperrenwasser sowohl an der Oberfläche als auch in tieferen Schichten nahezu die gleiche Temperatur. Es durchmischt sich ständig. Erst wenn das Wetter wärmer wird, lasse sich erkennen, ob sich die natürliche Flora und Fauna erholt hat und die Schadstoffbelastung gesunken ist. Nach der Einleitung der Gülle war die Talsperre im Sommer überdüngt, die Algen wuchsen übermäßig, und das senkte den Sauerstoffgehalt im Wasser.

Auch im Prozess gegen den vermeintlichen Verursacher des Gülleunfalls, ein Landwirt, gibt es keine Entscheidung. Die Ermittlungen laufen noch. Am 8. Juni startet ein zivilrechtliches Verfahren gegen den Bauern, der alle Forderungen nach Schadenersatz zurückweist. Auch seine Versicherung hat bislang nicht zum Unfall Stellung genommen, teilen die Stadtwerke mit.

(hr)
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