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Hückeswagen
Radarmessstelle auf der A 1 ab Januar 2017 in Betrieb

Hückeswagen. Die vom rheinisch-bergischen Kreistag beschlossene feste Radarmessstelle auf der Autobahn A 1 zwischen Burscheid und dem Autobahnkreuz Leverkusen soll im vierten Quartal dieses Jahres aufgestellt werden. Die Inbetriebnahme ist spätestens für Januar 2017 vorgesehen. 19,9 neue Stellen sind dem Kreis zufolge für die Einrichtung, Inbetriebnahme dieser Blitzeranlage und Abwicklung in der Bußgeldbehörde nötig, damit verbunden überplanmäßige Kosten in Höhe von 450.000 Euro. Die muss der Kreistag beschließen.

Die Unfallkommission hatte im Mai 2015 in einer Sondersitzung das Aufstellen einer festen Tempoüberwachung angeordnet, weil sich dieser Bereich zu einer Gefahrenstelle entwickelt hatte. Seit Juli 2014 kam es dort zu 288 Unfällen mit 80 Verletzten, darunter waren 15 Schwerverletzte. Kurz vor der Sondersitzung waren zwei Lastwagenfahrer bei Auffahrunfällen ums Leben gekommen. Die Polizei hatte festgestellt, dass Autofahrer in diesem Bereich die Höchstgeschwindigkeit oft deutlich überschreiten.

Wenn die neue Anlage in Betrieb geht, rechnet die Kreisverwaltung mit einer erheblichen Zunahme von Verwarn- und Bußgeldanzeigen. Dafür wird in vier Stufen zusätzliches Personal eingerichtet. Die Personalkosten werden ab 2018 auf etwa 1,6 Millionen Euro hochgerechnet - bei Mehrerträgen aus dem Bußgeld von etwa 4,5 Millionen Euro. Für 2017 rechnet der Rheinisch-Bergische Kreis im Ergebnisplan noch etwas vorsichtiger - da sind nur Mehrerträge von 1,7 Millionen Euro ausgewiesen. Im Saldo sollen 2017 immerhin 509.000 Euro übrigbleiben, ab 2018 sind es dann 2,8 Millionen Euro. Übrigens: Der Postversand mit Druckkosten wird ab 2018 auf rund 130.000 Euro beziffert.

Spätestens zwei Jahre nach Inbetriebnahme soll überprüft werden, ob und in welchem Umfang der Personaleinsatz weiter notwendig ist.

(sug/tei.-)
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