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Hückeswagen
Rade plant neues Gewerbegebiet in Marke zusammen mit Hückeswagen

Hückeswagen. Obwohl die Nachbarstadt Radevormwald derzeit noch über freie Gewerbe- und Industrieflächen im Osten der Stadt verfügt, muss sie an die Zukunft denken. Durch Aufstellung eines Regionalplans sollen für die fernere Zukunft weitere Grundstücke als Vorratsflächen für Gewerbe und Industrie ausgewiesen werden. Die Flächenausweisung ist bis 2030 projektiert. Der Bedarf für Rade wird auf etwa 45 Hektar geschätzt. Die Ausweisung in Regionalplänen, die Teile des Landesentwicklungsplans werden, hat das Ziel, die heimische Wirtschafts- und Arbeitsplatzsituation zu sichern. Von Wolfgang Scholl

Im Ausschuss für Stadtentwicklung in Rade erläuterte Dominik Geier vom Planungsbüro Jansen, dass eine der Flächen an der Grenze von Rade und Hückeswagen zwischen Rädereichen und Marke liegt. Die Fläche ist 24 Hektar groß, 20 Hektar liegen auf Rader Gebiet und vier auf Hückeswagener. Der Planer erläuterte, dass es in Zukunft nur noch eine gemeinsame Flächenentwicklung im Kreis geben kann. "Kommunen müssen zusammenarbeiten", sagte Geier, "wenn ein Unternehmen verlagern will, dann ist es besser, dass es eine Fläche in einer anderen Stadt im Norden Oberbergs findet als in einer anderen Region. Sie müssen in Zukunft regional denken. Öffnen Sie Ihre Augen für die Region." Flächenausweisung für die Zukunft sei Marketing für die gesamte Region, in der eine Kommune liege.

Dazu erläuterte Geier, dass in Zukunft immer weniger Flächen geeignet seien und man die noch geeigneten Flächen sichern müsse. "Ohne diese Flächen werden die Städte in Zukunft keine Spielräume mehr für kommunales Leben haben", sagte der Flächenplaner, dessen Büro alle 13 Kommunen in Oberberg berät und begutachtet hat. Der Planer erläuterte, dass die Stadt Hückeswagen ein großes Interesse an dieser grenzübergreifenden Planung hätte. "Dort ist die Not noch größer. Hückeswagen ist in einer eher schwierigen Lage bei der Suche nach geeigneten Gewerbe- und dabei vor allem Industrieflächen", erklärte Dominik Geier.

In die bisherige Planung seien auch der Oberbergische Kreis und die Bezirksregierung mit eingebunden. Deshalb sei nicht zu befürchten, dass von dort Einsprüche geltend gemacht würden. Da alle Kommunen des Kreises zustimmen müssten, gebe es die mit allen abgestimmte Planung.

Kathi Hentzschel, die für die Naturschutzverbände im Radevormwalder Ausschuss für Stadtentwicklung sitzt, gab zu bedenken, dass durch die geplante Fläche zwischen Hückeswagen und Radevormwald ein Bach fließt, der als einer von wenigen noch nicht verrohrt oder kanalisiert ist.

Quelle: RP
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