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Hückeswagen
Radeln wie auf Schienen

Hückeswagen. Eine Reihe von Plänen soll im Rahmen des Regionale-2010-Projekts "Wasserquintett" in Hückeswagen verwirklicht werden; in einer Serie stellen wir sie vor. Den Auftakt macht der geplante Radweg auf der alte Bahntrasse. Von Norbert Bangert

Es ist das Herzstück aller Projekte des "Wasserquintetts": Der Radweg auf der alten Bahntrasse, die von Remscheid-Lennep nach Gummersbach-Dieringhausen führt. An diese Achse, die quer durch den Norden des Oberbergischen Kreises und somit auch durch Hückeswagen verläuft, sollen nach dem Willen der Planer weitere Projekte angebunden werden, so dass ein neues Netzwerk aus Rad- und Wanderwegen entsteht.

In zwei Bauabschnitten könnte der Radweg zwischen Bergisch Born und Marienheide bis zum Jahr 2010 realisiert werden. Das erste, sechs Kilometer lange Teilstück reicht vom Schwarzen Weg bis nach Wipperfürth. Somit wäre die Anbindung an den bereits seit Jahren genutzten Rad- und Wanderweg auf der ehemaligen Trasse der Kursbuchstrecke 412 von Wipperfürth bis Marienheide geschafft. Im dritten Bauabschnitt soll dann die Teilstrecke von der Rader Straße bis nach Bergisch Born in Angriff genommen.

Welche Entscheidungen konkret anstehen werden – beispielsweise wie breit der Radweg wird oder welche Materialien verwendet werden – steht derzeit noch nicht fest. "Die Detailplanungen werden wir in diesem Jahr entwickeln", kündigt Bauamtsleiter Andreas Schröder an.

Die Planungshoheit für die Städte und Gemeinden des "Wasserquintetts" endet an der L 80 nahe der Ortschaft Bornbach an der Stadtgrenze zu Remscheid. "Wir stimmen uns da mit den Kollegen aus Remscheid ab", betont Schröder. Darüber hinaus hat Stadtplanerin Birgit Auzinger Kontakt zur Initiative "Wuppertal Bewegung" aufgenommen. Diese hat bereits mit dem Umbau der Nordbahntrasse in Wuppertal zu einem Fuß- und Radweg erste Erfahrungen mit derartigen Projekten gesammelt.

Laut Aussage des Wipperfürther Bürgermeisters Guido Forsting steht der geplante Radweg Richtung Hückeswagen ganz oben auf der Prioritätenliste. So seien seitens der Stadt Wipperfürth erste Finanzmittel für die Planung schon im Haushalt 2008 bereit gestellt worden. In Hückeswagen werden diese Mittel allerdings rein projektbezogen und somit je nach Bedarf zur Verfügung gestellt.

Einen "Wasserquintett"-Radweg auf Hückeswagener Gebiet gibt es im Übrigen schon. Dieser verläuft zurzeit noch über Gemeindestraßen und ist an einem grünen quadratischen Schild zu erkennen. Aufgemalt darauf ist das Symbol des "Wasserquintetts": fünf blaue Punkte, ein angedeutetes blaues Flusssymbol, ein weißes Fahrradsymbol sowie ein weißer Richtungspfeil. "Für das neue Teilstück wird es auch eine Beschilderung geben", stellt Andreas Schröder klar.

Quelle: RP
 
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