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Hückeswagen
Radweg – beliebte Renn-Strecke

Hückeswagen: Radweg – beliebte Renn-Strecke
So viel Platz ist nicht immer auf dem Radweg. Mitunter wird's dort eng – und dann kommt's schonmal zu heiklen Situationen, wenn Radfahrer zu schnell an Wanderern oder Joggern vorbei fahren. FOTO: Hans Dörner
Hückeswagen. Der Radweg wird – gerade an schönen Wochenenden – viel genutzt. Dabei kommen sich Radfahrer, Jogger, Inline-Skater und Wanderer manchmal in die Quere. In diesem Jahr gab's bislang drei Unfällen auf der Strecke. Von Heike Karsten

Auch wenn der Polizei von schweren Unfällen auf dem fertig gestellten Radweg zwischen Hückeswagen und Marienheide nichts bekannt ist, so entstehen doch immer wieder gefährliche Situationen auf dem viel genutzten Weg entlang der Wupper. Gerade bei der Konfrontation von Fußgängern, Radfahrern und Inline-Skatern ist die Situation mitunter gespannt. "Viele Mountainbiker haben keine Klingel, und die Inliner hört man erst gar nicht kommen", berichtet eine Spaziergängerin.

Mit derartigen Situationen hat Christian Reuber noch keine Erfahrungen gemacht. Zu den Hobbys des Hückeswageners zählen neben Fahrrad fahren auch Inline-Skaten und Joggen. Daher sind ihm die Probleme aus den verschiedenen Blickwinkeln bekannt; umsichtiges Verhalten ist für ihn Ehrensache. Den Radweg zwischen Hückeswagen und Wipperfürth nutzt der 39-Jährige regelmäßig für seine sportlichen Aktivitäten. Und den Weg zur Arbeit nach Wipperfürth fährt er mit dem Rad.

"Ich habe bisher nichts Negatives erlebt", berichtet Reuber. "Allerdings verhalte ich mich auch entsprechend und bremse rechtzeitig." Das Mountainbiken gehört schon seit vielen Jahren zu den bevorzugten Sportarten des 39-Jährigen. Der Radweg dient Christian Reuber dabei nur zum warm werden, bevor er die Abzweigung in unwegsameres Gelände nimmt. "Die Inliner habe ich mir allerdings erst gekauft, als der Radweg gebaut wurde", erinnert er sich.

Die Stoßzeiten, besonders an schönen Wochenenden, meidet er. Dabei hat Reuber, der in der Siedlung Kleineichen wohnt, einen Vorteil: Er kann den Radweg und den Verkehr darauf vom eigenen Balkon aus sehen.

Etwas gemütlicher ist Horst Böhle aus Kupferberg unterwegs. Der 67-Jährige nutzt den Radweg drei bis vier Mal in der Woche. "Morgens gehe ich auf den Golfplatz und nachmittags radel ich von Kupferberg bis zur Wupper-Vorsperre und zurück", erzählt der Wipperfürther. Die Strecke sei auf jeden Fall eine Bereicherung für die Städte.

Da der asphaltierte Weg ein ausgewiesener Rad- und Gehweg ist, gilt für die Nutzer Paragraf 1 der Straßenverkehrsordnung. "Dieser besagt, dass die Teilnahme am Straßenverkehr ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht erfordert", sagt Polizei-Sprecher André Kuba. Laut Polizeibericht kam es 2011 bisher zu drei Unfällen auf der alten Bahntrasse – zwei mit Radfahrer-Beteiligung, einer mit einer gestürzte Inline-Skaterin.

Für ein gutes Miteinander wenden manche Sportler ihre ganz eigene Taktik an: "Ein Moutainbike-Fahrer pfeift immer, wenn er sich von hinten nähert", berichtet eine Hückeswagenerin, die auf dem Radweg oft spazieren geht.

Quelle: RP
 
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