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Hückeswagen
Reisen nach Spanien werden teurer

Hückeswagen. Die Hückeswagener präferieren derzeit Ziele auf den Balearen und Kanaren. Von Henning Rasche

In diesen dunklen nasskalten Novembertagen fällt der Gedanke an sonnige Inseln und entferntes Urlaubsglück etwas leichter. Die Reisebüros in Hückeswagen berichten, dass die Kunden sich schon auf die Saison im kommenden Jahr vorbereiten. Ein besonders beliebtes Ziel ist dabei vor allem Spanien. "Das ist immer ein Renner, vom Festland über die Balearen bis zu den Kanaren", erzählt Vanessa Stubenrauch vom Tui-Reisebüro. Vor allem die unsichere Weltlage führe dazu, dass die Hückeswagener sich vermeintlich sichere Ziele auswählten. Die Türkei spürt das veränderte Reiseverhalten wirtschaftlich deutlich.

Weil aber die Nachfrage durch die Konflikte weltweit in Spanien merklich erhöht, steigen auch die Preise für Reisen nach Mallorca oder an die Costa Brava. "Dass Spanien derzeit so beliebt ist, lassen sie sich natürlich gut bezahlen", weiß Stubenrauch. Wer im Süden Europas seinen Urlaub plant, wird tiefer in die Tasche greifen müssen.

Auf der anderen Seite verzeichnet Stubenrauch auch einen Anstieg der Touren nach Schottland, Irland oder Island. "Das ist besonders auffällig", sagt sie. Island hat nach den sympathischen Auftritten der Fußballfans bei der vergangenen Europameisterschaft einen großen Boom erlebt. Das Land hat dafür nicht hinreichend Hotels.

Cornelia Hövel vom gleichnamigen Reisebüro kann Stubenrauchs Beobachtungen bestätigen. Auch bei ihr sei Spanien sehr stark gefragt, aber auch der Norden Europas. Also etwa Norwegen oder Island. "Auch Fernreisen funktionieren wieder. Kuba ist derzeit bei uns der Renner", sagt Hövel. Die Lage in der Türkei hingegen sei schwierig. Kunden, die noch nie da gewesen wären, würden sich jetzt erst recht nicht für Reisen dorthin erwärmen können. "Kunden, die schon mal dort waren, fühlen sich aber sicher", sagt Hövel. Die Türkei geht derzeit massiv gegen die politische Opposition, Journalisten und vermeintliche Unterstützer der Gülen-Bewegung vor.

Ein anderer Trend, der weiter anhält, sind Kreuzfahrten. "Es gibt auch immer neue Schiffe, dadurch wird auch der Markt immer größer", sagt Vanessa Stubenrauch. Die Kreuzfahrten gehen dann vor allem in die USA, ins Mittelmeer oder die Karibik.

Quelle: RP
 
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