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Hückeswagen
FDP schickt von Polheim in die Landtagswahl

Remscheid/Radevormwald: FDP schickt von Polheim in die Landtagswahl 2017
Nach dem Bundestag (von Januar 2012 bis Oktober 2013) will Jörg von Polheim nun in den Landtag. Allerdings für die FDP des Wahlkreises Remscheid/Radevormwald. FOTO: Frank Ossenbrink
Hückeswagen. Der Hückeswagener Bäckermeister geht für den Wahlbezirk Remscheid/Radevormwald ins Rennen. Von Gerhard Pick

Der Hückeswagener Bäckermeister Jörg von Polheim wird bei der Landtagswahl am 14. Mai 2017 im neuen Wahlkreis 35 für die FDP kandidieren. Von Polheim war von den Vorständen der Remscheider und der Radevormwalder FDP als Kandidat vorgeschlagen worden und hatte bei der ersten gemeinsamen Wahlkreismitgliederversammlung des FDP-Kreisverbands Remscheid und des FDP-Ortsverbands Radevormwald als einziger Bewerber keine Mühe, die anwesenden Liberalen aus Remscheid und Radevormwald für sich zu gewinnen. Bei einer Enthaltung stimmten 14 der 15 anwesenden Stimmberechtigten für ihn.

Zum Hintergrund: Für die Landtagswahl im kommenden Jahr wurde Radevormwald dem Wahlkreis Remscheid zugeordnet. Bislang war die Nachbarstadt Teil des Wahlbezirks Oberberg-Nord, zu dem auch Hückeswagen gehört.

Der 56-Jährige ist kein Unbekannter im Bergischen: Seit 1994 ist er im Rat der Stadt Hückeswagen, von Januar 2012 bis Oktober 2013 war er Mitglied des Deutschen Bundestags. Seit 18 Monaten ist er Vorsitzender des ATV Hückeswagen, und seine Präferenz für das Handwerk drückt sich darin aus, dass er Vorsitzender der Vereinigung "liberale Handwerker" innerhalb der FDP ist. Von Polheim ist selbstständiger Bäckermeister "in fünfter Generation" und ausgebildeter Diplomingenieur, was seine Aussage verständlich macht, dass "praktische Ausbildung genauso gut wie akademische Ausbildung" sei. Als Vater von vier Kindern fühlt er sich zudem mit der Bildungspolitik verbunden, die er in einem kurzen Statement scharf kritisierte. Er sei entsetzt, wenn er sich die Schulpolitik im Lande ansehe, sagte von Polheim: "Kinder leiden an einer Politik, die Ideologie-gesteuert ist."

Besonders aber schlage sein Herz für das Handwerk, betonte der Hückeswagener und deutete auch hier Verbesserungsbedarf an: "Im Land wird Politik gemacht gegen die Wirtschaft und das Handwerk." Ihnen würden im Land Fesseln angelegt, die eine Entwicklung behinderten. Er stehe hingegen zu "Freiheit und Verantwortung".

Quelle: RP
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