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Hückeswagen
Richtungswechsel - UWG will Grundschul-Neubau

Hückeswagen. Im Schulausschuss in der Vorwoche hatte die UWG-Fraktion noch zusammen mit CDU, SPD und Grünen für den geplanten Umzug der Löwen-Grundschule in ein paar Jahren ins heutige Realschulgebäude gestimmt. Doch jetzt hat ein Umdenken eingesetzt: In der Sondersitzung der Fraktion, bei der das Thema "Zukunftsstandort der Löwen-Grundschule" unter Berücksichtigung der Fakten und Informationen aus dem Schulausschuss neu erörtert wurde, kam es zum Richtungswechsel.

So teilte Fraktionschef Michael Wolter gestern mit: "Nach erneuter Betrachtung der Fakten unter Einbeziehung aller zurzeit vorliegenden Informationen kommt die Fraktion der UWG zu dem Schluss, dass für die Kinder, die unsere Löwenschule besuchen und zukünftig besuchen werden, nur ein Umzug in ein neu gebautes Gebäude akzeptabel ist." Zwar bleibt die UWG bei der Meinung, "dass die Zusammenführung der Hauptschule und der Realschule an einem Campus, nämlich auf dem Gelände der Montanusschule, erfolgen soll". Bezüglich des Standorts der Löwen-Gundschule gebe es aber mittlerweile eine veränderte Fakten- und Informationslage.

Nach dem mehrheitlich gefassten Beschluss vor zwei Jahren, die Realschule im Hauptschulgebäude unterzubringen und anschließend die Grundschule in das Realschulgebäude umzusiedeln, hat die Stadt inzwischen Gelände zwischen Kölner Straße und Brunsbachtal hinzugekauft, auf dem laut Wolter ein Gebäude für die Löwen-Grundschule neu gebaut werden kann. Zudem sei im Schulausschuss dargestellt worden, mit welchen Unwägbarkeiten zu rechnen sei, sollten die Gebäude im laufenden Schulbetrieb umgebaut werden. Die UWG kommt zu dem Schluss: "Alle Kosten, für alle Maßnahmen in der Umbauphase, konnten und wurden allerdings immer noch nicht beziffert. Wir gehen aber davon aus, dass es nicht kostengünstiger wird, wie jetzt schon dargestellt."

Ein Neubau hingegen hätte viele Vorteile. So könne die Schule etwa gebaut werden, ohne den laufenden Grundschulbetrieb zu beeinflussen. Es gebe kein erneutes "Flickwerk", und die Arbeiten an der Montanusschule zur Aufnahme der Realschüler könnten unabhängig beginnen.

Wolter schreibt: "Die Mitglieder der UWG-Fraktion sind sich bewusst, dass dies in Bezug auf den Standort der Löwenschule ein Richtungswechsel ist. In erster Linie geht es um das Wohl der Kinder und nicht um das Festhalten an Entscheidungen, wenn sich Fakten verändert haben." Sollten CDU, SPD und Grüne jedoch im Rat am 28. November bei ihrer Meinung bleiben, ist ein Neubau abgelehnt.

(büba)
 
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