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Hückeswagen
Rollstuhlfahrer bleiben im Museum weiter außen vor

Hückeswagen. Um das Projekt eines barrierefreien Zugangs für das Heimatmuseum war es still geworden. Shirley Finster, Ortssprecherin der Grünen, sprach es jüngst im Bauausschuss wieder an. Sie wollte wissen, wie es jetzt weitergehen wird.

Zum Hintergrund: Rollstuhlfahrer sind bei Schlosskonzerten oder anderen Veranstaltungen im Saal des Heimatmuseums so gut wie nie zu sehen. Denn sie schaffen es mit eigener Kraft erst gar nicht dort hinein. Wenn doch, werden sie und ihr Gefährt hineingetragen. Zwar können sie dank einer breiten Rampe vor dem gepflasterten Eingang des Heimatmuseums bis ins Gebäude fahren, nach gut zwei Metern aber treffen sie auf ein bislang unüberwindbares, 60 Zentimeter hohes Hindernis: die Treppe, die ins Erdgeschoss des Museums führt. Der Verein "Mittendrin - für Menschen mit Behinderung" hatte vor mehr als zwei Jahren gefordert, eine Lösung zu finden.

"Das Konzept der Stadt ist sehr teuer", sagte Bürgermeister Dietmar Persian jetzt im Ausschuss. "Uns fällt keine günstigere Lösung ein." Diese sieht die Einrichtung eines Hublifts im Eingangsbereich des Museums vor, mit dessen Hilfe auch Rollstuhlfahrer in die untere Etage des Gebäudes fahren können. Das würde nach ersten Berechnungen jedoch gut 18.500 Euro kosten.

Shirley Finster äußerte im Ausschuss die Hoffnung, dass sich doch noch eine günstigere Alternative finden lässt.

(büba)
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