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Hückeswagen
Sabelek: Juze darf nicht zur "Wickelstube" werden

Hückeswagen. Das große Kinderdorf in den Sommerferien, nun ein Herbstferien-Programm, das im Wesentlichen auf kleinere Kinder zugeschnitten ist: Die Eltern von Mädchen und Jungen im Grundschulalter wird es freuen - die Grünen nicht. Zumindest scheint es Sprecher Egbert Sabelek zu irritieren, der das Thema im Stadtrat ansprach. Von Brigitte Neuschäfer und Joachim Rüttgen

Seine Kernfrage: Leistet das städtische Jugendzentrum noch die Arbeit, für die es vor vielen Jahren eingerichtet worden ist? Sabelek verwies auf das Herbstferien-Programm mit zahlreichen Angeboten für Kinder ab sechs Jahren. Darüber komme die Zielgruppe, für die das Jugendzentrum ursprünglich errichtet worden sei, offenbar zu kurz. Sabelek: "Wir brauchten und wollten damals ein Jugendzentrum und keine Wickelstube. Deshalb kann es nicht sein, dass es heute innerhalb von zwei Wochen an zehn Tagen nur Angebote für Kinder ab sechs Jahren gibt." Karin Wroblowski (FDP) wies die Kritik zurück: Neben dem Herbstferien-Programm speziell für Schulkinder gebe es auch ausreichend Angebote für Jugendliche. Im Übrigen sei auch die Arbeit mit Kindern als Teil städtischer Jugendarbeit zu sehen. Das unterstrich Michael Kirch als zuständiger Fachbereichsleiter innerhalb der Stadtverwaltung: Die Angebote für Kinder in den Schulferien seien ein Zusatzangebot speziell für die Ferienzeit, sie gingen jedoch nicht zu Lasten der Arbeit mit Jugendlichen.

Auch Andrea Poranzke, Leiterin des Jugendzentrums, versteht die Kritik von Sabelek nicht. Auf Anfrage sagte sie, dass das Juze Angebote für alle Altersgruppen mache. "Und das Miteinander funktioniert bestens", sagt sie. In den Herbstferien gebe es Sonderveranstaltungen und täglich zusätzlich den Offenen Treff. "Gerade den Montag mussten wir extra für die Kleinen reservieren, weil an den anderen Tagen meist nur Ältere kamen und das die Jüngeren abhielt", sagte sie. Zurzeit habe das Juze ein eher älteres Publikum und werbe besonders bei den Kleinen. Auf Vorschlag von Bürgermeister Dietmar Persian wird sich der Sozialausschuss, der erst wieder Anfang 2017 tagt, mit der Frage befassen, was das Jugendzentrum leisten kann und sollte. Bis dahin legen Andrea Poranzke und ihr Team wie auch bisher das Programmangebot im Brunsbachtal für die unterschiedlichen Altersgruppen fest.

Quelle: RP
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