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Hückeswagen
Scheideweg-Schüler blicken zurück

Hückeswagen. Alte Zeiten wieder aufleben lassen, das taten 36 ehemalige Schüler der Landschule Scheideweg. Im Haus Hartmann kamen die Senioren zusammen, die ihren Abschluss teilweise schon vor mehr als 60 Jahren erlangten. Die Erinnerungen verblassen langsam, doch das Gefühl der Verbundenheit bleibt.

Ihre Schulzeit, sagt Christel Schmitz, war besonders: Ausflüge nach Altenberg, nach Attendorn zur Tropfsteinhöhle oder in den Wuppertaler Zoo waren Höhepunkte. "Die ersten vier Jahre könnte man eigentlich abhaken, weil ich mit dem Lehrer nicht zurecht kam. Aber die letzten vier, als wir einen ganz jungen Lehrer, frisch aus der Ausbildung, hatten, die waren gut." Das allein hat ihre Schulzeit allerdings nicht ausgemacht.

Schmitz besuchte von 1946 bis 1954 eine Landschule. Das heißt, 60 Schüler acht unterschiedlicher Jahrgänge gemeinsam in einem Klassenzimmer mit einem einzigen Lehrer. Es gab dazu einen separaten Raum, in dem eine Klasse gesondert vom Lehrer unterrichtet werden konnte. "Die anderen beschäftigten sich derweil mit stiller Arbeit, die Großen übernahmen die Aufsicht", erinnert sich Schmitz. "Wir waren wie eine große Familie, in der die älteren Geschwister auf die Kleinen aufpassen. Das hat immer funktioniert. Im Gegensatz zu heute haben wir damals nämlich noch beigebracht bekommen, gegenseitig Rücksicht zu nehmen." Das habe ihre besondere Verbundenheit auch über die Jahrzehnte hinweg geprägt, erklärt auch Gisela Felbeck: "In der Schule hatten wir immer einen tollen Zusammenhalt, das war immer sehr schön."

Der Zusammenhalt war auch am Samstag zu spüren: Für die ehemaligen Schüler war es bereits das vierte Klassentreffen, das seit 1990 mehr oder minder regelmäßig organisiert wird. Das letzte fand 2010 noch mit 50 Teilnehmern statt. "Die meisten unserer Mitschüler sind in Hückeswagen und in der näheren Umgebung, in Rade, Wermelskirchen, Remscheid und Solingen geblieben", erzählt Schmitz. Einige würden einen regen Kontakt pflegen, andere begegnen sich zufällig in der Stadt. Nur wenige seien ins Ausland gezogen. "Einer wohnt in Esslingen, eine Dame in Frankreich und eine andere in Holland." Die drei waren an diesem Abend verhindert. In fünf Jahren soll das nächste Treffen stattfinden.

(sebu)
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