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Hückeswagen
Schnelles Internet für alle bis Ende 2019

Hückeswagen: Schnelles Internet für alle bis Ende 2019
Leuchtende Glasfasern - sie sorgen für teils ultraschnelle Übermittelungsgeschwindigkeiten von Daten per Internet. Beim Breitbandausbau in den ländlichen Gebieten der Stadt sollen die Glasfaser bis an die Häuser gelegt werden. FOTO: Imago (Archiv)
Hückeswagen. Es gibt weiterhin Probleme mit dem schnellen Internet in Hückeswagen. Denn das ist offenbar immer noch nicht für alle nutzbar, die es eigentlich bekommen sollten. Doch es gibt auch gute Nachrichten - aus dem Rathaus. Von Stephan Büllesbach

Fredi Schäfer verzweifelt langsam. Seit in Hückeswagen die Möglichkeit besteht, schnelles Internet zu beziehen, bemüht der Anwohner von Scheideweg darum. Also seit Ende Januar. Doch immer wieder muss ihm die Hotline der Telekom, die für den Glasfaserausbau in der Schloss-Stadt zwischen Oktober und Januar verantwortlich war, mitteilen, dass er bis auf Weiteres nicht in den Genuss von Übermittlungsraten von 20 Megabyte pro Sekunde (Mbit) und mehr kommt. Vor wenigen Tagen hat Schäfer die jüngste Absage erhalten, berichtete er am Bürgermonitor unserer Redaktion.

"Ich habe einmal mit der Telekom telefoniert und ein eindeutiges Nein bekommen. Es gibt auch kein Ausbau innerhalb der nächsten Zeit", berichtete er. Eine "sehr nette" Dame am Telefon habe nur sagen können, dass VDSL bei ihm nicht möglich sei. Bei einer anderen Abteilung der Telekom wurde ihm gesagt, dass an seinem Anschluss eine Übermittlungsrate von 16.000 Mbit möglich seien, tatsächlich kommen bei Schäfers aber nur 6000 Mbit an. Das könne sie gerne für ihn umstellen, sagte seine Gesprächspartnerin. "Was ich bei der Telekom dann so gar nicht verstehe, ist: Ich bezahle für eine 16.000er-Leitung, bekomme nur 6000, und die Telekom informiert mich nicht über die Möglichkeit eines Wechsels."

Dazu sagte André Hofmann, Pressesprecher der Telekom: "Auch nach dem Ausbau sind in diesem Bereich nicht mehr als 16.000 Mbit möglich." Und dass bei Schäfer noch weniger ankommen, liegt wohl daran, dass sein Haus zu weit weg vom Verteilerkasten ist. Dort kommen die Glasfaserkabel an, bis in die Häuser werden die Daten aber über die alten Kupferkabel geschickt. Dabei nimmt die Geschwindigkeit ab, je größer die Strecke ist, die die Daten zu überwinden haben.

Dennoch gibt es auch für Fredi Schäfer Grund zum Optimismus - wie im Übrigen für alle Hückeswagener, die gerne ein schnelleres Internet hätten. Denn der Breitbandausbau auch für die "weißen Flecken" im Stadtgebiet - also die ländlichen Bereiche, die weitab von irgendwelchen grauen Verteilerkästen liegen - soll im Frühjahr gestartet werden. Das bestätigte Bürgermeister Dietmar Persian auf Anfrage unserer Redaktion. Auch für Wipperfürth hat die Stadtverwaltung einen Antrag auf Fördermittel von insgesamt 20 Millionen Euro bei Bund und Land gestellt. Da sich beide Kommunen im Haushaltssicherungskonzept befinden, bekommen sie den Ausbau zu 100 Prozent gefördert. Die Tranche des Bundes ist bereits zugesichert, der Antrag beim Land auf weitere zehn Millionen Euro ist gestellt. "Ich gehe davon aus, dass der Bewilligungsbescheid aus Düsseldorf noch in diesem Jahr eintrifft", sagte Persian.

Der Optimismus ist so groß, dass die Stadt bereits die erste Ausschreibung herausgeschickt hat. Bei diesem Teilnahmewettbewerb hätte sich eine Hand voll von Firmen beworben, die sich für die Arbeiten interessierten. In einem zweiten Schritt müssten diese dann ihre Angebote abgeben, so dass im Frühjahr mit dem Ausbau in den ländlichen Bereichen begonnen werden könnte. "Nach den Richtlinien muss der Ausbau dann bis Ende 2019 erledigt sein", erläuterte Persian. Das bedeutet: Während die einen schon im späten Frühjahr schnelles Internet haben könnten, müssen andere eventuell noch weitere eineinhalb Jahre warten.

Der große Vorteil aber ist: Beim Breitbandausbau in den ländlichen Bereichen werden die Glasfaserkabel bis zum Haus verlegt, so dass Übertragungsraten von mindestens 30 Mbit möglich sind. Und in diesen Genuss sollen dann auch für die Unternehmen - etwa die des Gewerbegebiets Winterhagen-Scheideweg - kommen. Auch diese "leiden" teils unter einem langsamen Internet.

Quelle: RP
 
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