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Hückeswagen
Schön bunt und schrill wie in den 70er Jahren

Gute Laune trotz Regenwetter
Gute Laune trotz Regenwetter FOTO: Hertgen, Nico
Hückeswagen. Es sei ein Kopf-an-Kopf-Rennen gewesen, sagte Bürgermeister Dietmar Persian am Samstagabend auf der Schloss-Bühne, als er gemeinsam mit den anderen Jury-Mitgliedern Constanze Werth, Hans-Georg Breidenbach und Stefan Noppenberger vom Altstadtfestkomitee die drei schönsten 70er-Jahre-Stände des 40. Altstadtfestes prämierte.

"Wenn wir jetzt hier die drei unserer Meinung nach besten Stände auszeichnen, dann heißt das nicht, dass die anderen schlecht sind. Aber die Gewinner waren halt ein Stückchen besser", meinte Persian. Den Sieg trug letztlich der Stand des Elterninitiativ-Kindergartens "Rappelkiste" davon.

Es ging um Vielfalt, Einfallsreichtum und darum, wie gut das "Altstadtfest-Fieber" von den Vereinen umgesetzt wurde. Die Jury sah sich um und musste dann entscheiden. "Es war nicht einfach, denn wir haben sehr viel gesehen: ganz viel Arbeit, ganz viele Kostüme, Deko-Elemente wie Schallplatten oder Discokugeln - aber vor allem eine ganze Menge Spaß bei den Standbetreibern", sagte Persian.

Den dritten Platz belegte der HTC 73, der unterhalb der Pauluskirche aufgebaut hatte und 50 Euro erhielt. "Hier hat uns gleich John Travolta begrüßt. Besonders beeindruckt hat uns aber der persönliche Einsatz der Standmitarbeiter", sagte Persian und deutete auf die Glitzerperücken, riesigen Brillen und schrillen Klamotten der HTC-Mitglieder. Über 100 Euro durften sich die Zweitplatzierten der Christlichen Gemeinde Alte Schule aus Scheideweg freuen, bei deren Stand am Eingang zur Pauluskirche der Jury vor allem die bunte Vielfalt an 70er-Jahre-Accessoires gefallen war: "Vom Nierentisch über Stirnbänder bis hin zur Prilblume war da alles dabei, was zu den 70ern gehört", sagte der Bürgermeister.

Der Stand der "Rappelkiste" hatte die Jury jedoch am meisten beeindruckt. "Da stimmt alles", sagte Persian. "Offensichtlich haben auch die Kinder mitgearbeitet und Bilder gemalt. Man merkt einfach, dass da eine Menge Herzblut drinsteckt. Sogar ein altes Telefon gibt es dort." Der Lohn waren 150 Euro für die Vereinskasse.

Gutscheine im Wert zwischen 20 und 50 Euro sowie jeweils eine Kiste Afri-Cola hatte die Werbegemeinschaft für die Träger der drei schönsten Kostüme ausgelobt - nur, zur Prämierung gestern, 16 Uhr, an der Bühne auf der Bahnhofstraße traute sich niemand. Die Preise sollen nun bei der nächsten Gelegenheit verlost werden.

(wow)
 
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