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Hückeswagen
Schul-Tausch - SPD-Fraktion widerspricht Realschulleiterin

Hückeswagen: Schul-Tausch - SPD-Fraktion widerspricht Realschulleiterin
FOTO: Moll Jürgen
Hückeswagen. "Falsche Aussagen" hatte Realschulleiterin Christiane Klur Anfang der Woche der Politik, allen voran der SPD-Fraktion, in einer Stellungnahme zur Sonderratssitzung des Rats in der Vorwoche vorgeworfen (die BM berichtete). Darauf regierte gestern der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans-Jürgen Grasemann.

Er schreibt: "Die SPD Hückeswagen wehrt sich ganz entschieden gegen die Behauptung von Frau Klur, falsche Aussagen im Zusammenhang mit dem Umzug der Realschule in den Komplex der Hauptschule gemacht zu haben." Insbesondere gehe es um die unterschwellige Behauptung der Bürgerinitiative, dass im Falle eines Umzugs beide Schulformen zusammengelegt würden. Die SPD hatte im Oktober eine "Sekundarschule light" ins Gespräch gebracht, wonach die Schüler des fünften und sechsten Schuljahrs gemeinsam unterrichtet werden könnten, ab Klasse 7 sollte dann differenziert werden. Grasemann: "Hier äußert Frau Klur, dass diese Irritationen von Seiten der SPD verursacht wurden, die diese Möglichkeit in den Raum gestellt habe." Das sei zwar grundsätzlich richtig, wurde aber deutlich mit dem Hinweis fehlender Ratsmehrheiten verworfen.

"Die Ratsbeschlüsse von 2015 und vom 28. November 2017 sind hier eindeutig", betont der Fraktionschef. Dort sei unmissverständlich von zwei selbstständigen Schulen in einem Gebäudekomplex die Rede. "Wir müssen in diesem Zusammenhang auf die Äußerungen vom Sprecher der Bürgerinitiative, Heinz Pohl hinweisen, der davon sprach, ,dass die Zusammenlegung zwei funktionierender Schulen eine Sünde ist'."

Im Übrigen sei das Ganze nur ein Nebenschauplatz, schreibt Grasemann: "Es geht nicht darum, in welcher Zeit welche Schüler von A nach B gelangen. Das sind nicht die ausschlaggebenden Argumente für den beschlossenen Schultausch." Der Hauptgrund sind die bereits jetzt bestehenden Überkapazitäten an Real- und Hauptschule und die weiter zurückgehenden Schülerzahlen. "In dieser Situation wollen wir nicht noch eine weitere Schule bauen, sondern einen Schulstandort abbauen und keinen weiteren Leerstand riskieren", schreibt Grasemann. "Das ist aus unserer Sicht vernünftig und zukunftsorientiert."

(büba)
 
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