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Hückeswagen
Schulneubau für Löwen-Grundschule?

Hückeswagen: Schulneubau für Löwen-Grundschule?
Ob die Löwen-Grundschüler Marscha und Daniel (hier mit Jan Spicher) sowie ihre Klassenkameraden noch einen Schulneubau erleben? FOTO: Nico Hertgen
Hückeswagen. Bald wird es weniger Schulen in Hückeswagen geben. Für den Schrumpfungsprozess hat die Politik noch keinen klaren Plan. Haupt- und Realschule werden an der Weststraße zusammengelegt. Von Brigitte Neuschäfer

Die Stadt hat bei weiter sinkenden Schülerzahlen schon in absehbarer Zeit zu viele Schulgebäude. In der Innenstadt sind es zwei für Grundschüler und zwei für die Sekundarstufe. Hinzu kommen noch die Erich-Kästner-Schule (auch die Förderschule bietet einen Primar- und einen Sekundarbereich an) und die Grundschule in Wiehagen. Beide bleiben aber außen vor, wenn es jetzt darum geht, die Schullandschaft von den Gebäuden her so "einzuschrumpfen", dass nicht Millionen verschwendet werden für Investitionen in Schulen, die bald in großen Teilen leer stehen werden.

Dazu, wie der Schrumpfprozess aussehen wird, hat die Politik noch keinen klaren Plan. Das wurde am Donnerstagabend im Schulausschuss deutlich.

Das Planungsbüro Zacharias hat im Auftrag der Stadt fünf mögliche Varianten entwickelt, die der Architekt Markus Paul im Ausschuss vorstellte. Favorit der Verwaltung ist die Variante 5: Danach wird die Löwen-Grundschule an einem Standort zusammengeführt, nämlich im Gebäude der ehemaligen Gemeinschaftsgrundschule Kölner Straße. Das müsste kernsaniert und erweitert werden. Die Realschule zieht dann mit unters Dach der Hauptschule an der Weststraße. Auch dort müssen hohe Summen investiert werden.

Bei dieser Lösung würden die ehemalige Katholische Grundschule und das Realschulgebäude freigesetzt. Die Stadt könnte sie verkaufen und so die Investitionen in die verbleibenden Schulen zumindest in Teilen refinanzieren.

Was neben den Wirtschaftlichkeitsberechnungen für diese Variante spricht, unterstrich Bürgermeister Dietmar Persian: Die Löwen-Grundschule könnte in vergleichsweise kurzer Zeit an einem Standort zusammengeführt werden. Außerdem drängt die Bauaufsicht beim Kreis auf eine Verbesserung des schon lange unzulänglichen Brandschutzes im Gebäude an der Kölner Straße. Die dafür notwendigen sechsstelligen Investitionen wären rausgeschmissenes Geld, wenn die Immobilie nicht dauerhaft als Schulstandort erhalten bliebe.

Aus der Politik heraus wurde nun im Ausschuss eine sechste Variante ins Spiel gebracht: räumliche Zusammenführung von Real- und Hauptschule an der Weststraße und ein Neubau für die Löwen-Grundschule. Vor allem die FDP kann dem Neubauprojekt viel abgewinnen, wie Jörg Kloppenburg verdeutlichte. Auch die CDU ist nicht abgeneigt. Vorschläge dazu, wo die neue Schule gebaut werden könnte, kamen aber von beiden Parteien nicht.

Das Büro Zacharias wird nun auch diese neue Variante prüfen und durchrechnen. Ob schon bis zur Sondersitzung des Schulausschusses am 17. September Ergebnisse dazu vorliegen, bleibt abzuwarten. Gut wäre es, denn schon Ende des Monats soll der Stadtrat eine Grundsatz-Entscheidung treffen. Auf die lange Bank schieben lässt sich das nicht, weil teure Fehlinvestitionen vermieden werden müssen.

Quelle: RP
 
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