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Hückeswagen
Schwerverletzter bei Messerstecherei im Stadtpark

Hückeswagen: Schwerverletzter bei Messerstecherei im Stadtpark
Die Messerstecherei trug sich im Stadtpark zu. Dabei wurde ein 26-Jähriger lebensgefährlich verletzt. FOTO: B�llesbach
Hückeswagen. In Lebensgefahr schwebt ein 26-Jähriger, der am Donnerstagabend im Stadtpark von einem 19-Jährigen niedergestochen wurde. Möglicherweise hat der Jüngere in Notwehr gehandelt. Zuvor waren die beiden Hückeswagener in einen heftigen Streit geraten. Dabei soll es um den Handel mit Drogen gegangen sein. Von Stephan Büllesbach

Der Stadtpark samt Johannisteich ist eigentlich eine Idylle. Doch die wurde am Donnerstagabend gewaltig getrübt. Gegen 20 Uhr hatten sich dort offenbar die beiden Männer getroffen, um in Abgeschiedenheit und im Halbdunkel womöglich ein Drogengeschäft abzuschließen. Doch es kam aus noch unbekannten Gründen zum Streit, in dessen Verlauf der jüngere der beiden ein Messer zog und mehrmals auf den 26-Jährigen einstach.

Das teilte André Faßbender, Sprecher der Polizei Köln, auf Anfrage unserer Redaktion mit. "Er ist dann mit dem Auto geflüchtet, konnte aber bei einer Fahndung festgenommen werden." Wo der Zugriff der Polizei erfolgte, konnte der Polizeisprecher noch nicht sagen. Ebenso wenig sind derzeit die Wohnorte der beiden bekannt.

Zeugen hatten den Schwerverletzten offenbar gefunden und umgehend die Polizei alarmiert; sie wurden inzwischen auch vernommen. Die Ermittlungen hat die Mordkommission Köln übernommen, die den tatverdächtigen 19-Jährigen am Vormittag verhört hatte. Im Laufe des Tages sollte geprüft werden, ob der junge Mann in Untersuchungshaft genommen wird. "Wir gehen aber davon aus, dass es sich um eine Notwehrsituation gehandelt hatte", berichtete Faßbender am Nachmittag. Daher wurde der Hückeswagener wieder entlassen. Der Ältere war nach der Tat in ein Krankenhaus transportiert worden; er schwebt noch in Lebensgefahr.

Im Einsatz war auch die Hückeswagener Feuerwehr, die später hinzugezogen wurde. "Wir haben der Polizei Amtshilfe geleitet", berichtete Stadtbrandinspektor Karsten Binder. Die Feuerwehr leuchtete den Tatort aus, damit die Beamten der Mordkommission Spuren sichern konnten.

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