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Hückeswagen
Senioren-Netzwerk startet in Kürze neue Selbsthilfegruppe "Demenz"

Hückeswagen. Die Menschen werden immer älter. Damit wächst der Anteil der Alten und Hochbetagten an der Gesamtbevölkerung, auch in Hückeswagen. Zugleich steigt die Zahl derer, die altersbedingt an Demenzleiden erkranken. Von Brigitte Neuschäfer

Für Angehörige führt das oft zu enormen Belastungen und Herausforderungen in der häuslichen Pflege. Unterstützung sollen sie in der neuen Selbsthilfegruppe "Demenz" erfahren, die derzeit noch in der Gründungsphase ist. "Ein erstes Treffen ist für den November im ,Wohnwerk' geplant, der genaue Termin steht aber noch nicht fest", teilte jetzt Susanne Röntgen als Senioren- und Pflegeberaterin der Stadt im Sozialausschuss mit.

Die neue Selbsthilfegruppe ist ein Projekt des Senioren-Netzwerks, das sich schon vor geraumer Zeit auf Initiative von Susanne Röntgen hin in der Schloss-Stadt gegründet hat. Sein Anliegen ist es, Angebote speziell für ältere Menschen in der Stadt zu koordinieren und bekannt zu machen. So wurde unter anderem erstmals ein halbjährlicher Veranstaltungskalender speziell für Senioren herausgegeben, der an zahlreichen öffentlichen Stellen vom Rathaus bis zur Sparkasse zu haben ist. "Dieses Angebot ist auf eine sehr positive Resonanz gestoßen", sagte Röntgen im Ausschuss.

Auf gute Resonanz hofft sie auch für die neue Selbsthilfegruppe "Demenz", in der sich Angehörige austauschen und über Hilfsangebote informieren können. Während der Gesprächsrunden wird eine Betreuung der Demenzkranken angeboten. Das "Wohnwerk" bietet dafür räumlich und fachlich beste Voraussetzungen. Die Senioren- und Pflegeberaterin der Stadt steht als Gesprächspartnerin zur Verfügung.

Sie sieht ganz allgemein ihre Hauptaufgabe darin, alten Menschen bei der Erfüllung eines großen Lebenswunsches zu helfen: "Die meisten von ihnen wünschen sich, in ihrem häuslichen Umfeld bleiben zu können und dort betreut zu werden, wenn sie pflegebedürftig werden sollten", berichtete Susanne Röntgen im Ausschuss. Ihre Aufgabe sehe sie vor allem darin, in persönlichen Beratungsgesprächen mit Betroffenen und Angehörigen Hilfsmittel und -angebote aufzuzeigen, die das auch bei eingeschränkter Mobilität ermöglichen, etwa durch die barrierearme Gestaltung von Wohnräumen oder durch Hilfen, die über die Pflegekasse organisiert und bezahlt werden. Susanne Röntgen unterstrich: "Pflegebedürftigkeit ist kein unveränderbarer Zustand, sondern kann positiv beeinflusst werden."

Quelle: RP
 
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