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Hückeswagen
Seniorenberaterin berichtet über die Reform der Pflegestufen in 2017

Hückeswagen. Schon lange wird kritisiert, dass die bisherigen Pflegeleistungen den Bedürfnissen der Betroffenen nicht mehr entsprechen. Bisher wurde bei den Pflegestufen hauptsächlich die körperliche Komponente betrachtet, die Pflegebedürftigkeit von Menschen mit geistiger Erkrankungen, wie beispielsweise bei einer Demenz, jedoch vernachlässigt. Das soll sich mit der Reform der Pflegestufen im Jahr 2017 ändern. "Die bisherigen drei Pflegestufen werden dann durch fünf Pflegegrade ersetzt", kündigte Susanne Röntgen, Senioren- und Pflegeberaterin der Stadt, im jüngsten Sozialausschuss an. Die Leistungen würden durch die Umstellung erheblich erweitert. "Ein neuer Antrag ist dazu aber nicht nötig, und es wird auch niemand schlechter gestellt", versicherte Susanne Röntgen, die auch Gleichstellungsbeauftragte ist. Von Heike Karsten

Das Angebot der Pflege- und Seniorenberatung in der Stadt wird gut angenommen. Im September hatte die Verwaltung 2500 Briefe an alle Hückeswagener über 70 Jahre verschickt, in denen sie auf die Senioren- und Pflegeberatung aufmerksam machte. "Wir haben danach zirka 400 Rückmeldungen erhalten", berichtete Susanne Röntgen den Ausschuss-Mitgliedern.

Das Thema gewinnt immer mehr an Bedeutung: Derzeit leben mehr als 3000 Menschen in der Schloss-Stadt, die älter als 65 Jahre sind. Um Strukturen zu verbessern und die Angebote für Senioren in der Stadt interessanter zu machen, wurde im Herbst 2015 das Seniorennetzwerk gegründet. Beteiligt sind das Altenheim, Pflegedienste, Kirchengemeinden wie auch die Stadt selbst. "Durch meine Arbeit als Senioren- und Pflegeberaterin habe ich Einblicke in viele Wohnungen erhalten", berichtete Röntgen. Bei den Hausbesuchen könne sie das räumliche Umfeld kennenlernen und auch gleich die nachbarschaftlichen Ressourcen prüfen. Ziel sei es, den Pflegebedürftigen möglichst lange ein eigenständiges Leben in ihrem gewohnten Umfeld zu ermöglichen. Hierbei sind immer auch Angehörige mit eingebunden. Für diese befindet sich ein neues Angebot bereits in den Startlöchern: Ab Oktober soll eine Demenz-Selbsthilfegruppe für Angehörige in Kooperation mit der Helios-Klinik in Wipperfürth aufgebaut werden.

Quelle: RP
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