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Hückeswagen
Silvesterschäden sind keine Bagatellen

Hückeswagen. Auch in der Schloss-Stadt wurde der Jahreswechsel am Sonntag kräftig gefeiert. Oft sind diese Feiern mit Unfällen und Schäden verbunden. "Spätestens dann stellt sich die Frage, wie gut man versichert ist", teilt ein Sprecher des Bezirks Bergisch-Land im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) mit.

Dass Silvesterschäden keine finanziellen Bagatellen sind, würden Zahlen der Versicherungen zeigen: Schätzungsweise kommen sie für Beschädigungen im Wert von etwa 37 Millionen Euro auf, verursacht durch Silvesterfeuerwerke.

Für Schäden in der Wohnung, an Kleidung und Elektrogeräten ist die Hausratversicherung zuständig. Die für das Haus bestehende Wohngebäudeversicherung übernimmt die Reparaturen am Gebäude. Wer sich beim Hantieren mit Feuerwerkskörpern verletzt, erhält die Heilbehandlungskosten von der Krankenversicherung ersetzt. Für selbstverschuldete Silvesterunfälle, die zur Invalidität führen, kommt die private Unfallversicherung auf. Ist das Auto in Brand geraten, zahlt die Kaskoversicherung, es gibt dafür keine Rabattrückstufung.

Die Vollkaskoversicherung leistet Schadensersatz, wenn Autos in der Silvesternacht mutwillig beschädigt wurden. Anders als bei Sachschäden, wird es bei Verletzungen und bleibenden körperlichen Schäden teuer: Kranken-, Unfall- und Rentenversicherungen können versuchen, Behandlungskosten und Rentenzahlungen von den Verursachern zurückzuholen. Auch Feuerversicherungen fordern oft Zahlungen zurück, wenn ein Täter ermittelt wurde. Wird diesem eine Schädigungsabsicht oder Umgang mit nicht silvesterüblichen Explosivstoffen nachgewiesen, darf seine private Haftpflichtversicherung die Zahlung verweigern - und der Täter muss selber zahlen, bis zur privaten Insolvenz. "Je nach Größe und Umfang des Schadens ist es notwendig, Anzeige bei der Polizei zu erstatten", empfiehlt der Sprecher.

Dem Versicherungskaufmann sollte man Silvesterschäden innerhalb einer Woche melden.

(rue)
 
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