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Hückeswagen
Skiffle-Band musiziert auf einem alten Waschbrett

Hückeswagen. Reiselust auf eine Tour durch den Mittleren Westen der USA weckte die "Midnighttrain-Skiffle-Band" im Kultur-Haus Zach. Mit einer Akustikgitarre, einem Banjo und einem Waschbrett brachten sie ihr aufmerksames Publikum mit Blues, Country und Rock'n'Roll ordentlich in Stimmung. "Back to the roots" heißt es beim Quartett, dass sich bereits 2001 gründete und zur Hälfte aus dem bekannten Duo "Dr. Mojo" besteht. Gute und handgemachte Musik ist ihr Markenzeichen, ebenso wie das Benutzen unkonventioneller "Musikinstrumente", wie etwa ein altes Waschbrett, das bei Skiffle-Musik längst üblich ist.

Ihre leichtfüßige Musik, die nicht nur gute Laune verbreitet, sondern auch Reisefieber auslöst, lockte am Samstagabend etwa 30 Gäste ins Kultur-Haus Zach. Hier trat die Band zum ersten Mal auf, "obwohl es sie seit 15 Jahren gibt", verriet Stefan Noppenberger, stellvertretender Vorsitzender des Kultur-Hauses. Von Lampenfieber war bei den versierten Musikern Klaus Stachuletz und Uli Spormann (Dr. Mojo), sowie Percussionist Dirk Fegers natürlich nichts zu spüren. Lutz Eikelmann (Kontrabass und Sousaphon) fehlte, er fiel wegen einer Sommergrippe aus. Doch das Trio meisterte den Auftritt auch ohne ihn bravourös.

Ohne großes "Tamtam" stiegen sie in ihre Session ein und fragten nach ihrem ersten Stück keck das Publikum: "Gefällt euch der Sound? Jetzt habt ihr noch die Gelegenheit, Instrumente oder Stimmen abzuwählen", sagte Klaus Stachuletz in seiner lässigen Art. Die Zuhörer, unter ihnen offensichtlich auch langjährige Fans und Freunde der Musiker, stiegen voll ein.

Es wurde ein intimes Konzert mit Wohnzimmer-Flair bei bester Stimmung. Die Band war gut aufgelegt, spielte locker und vermittelte bei ihren heiteren Country-Liedern pure Lebenslust, ein wenig Ironie in ihren Bluestiteln und jede Menge Schwung beim Rock'n'Roll. Das Publikum, völlig abgetaucht in die US-amerikanischen Melodien der 20er, 50er, 60er und 70er Jahre, schnipste und wippte von seinen Stühlen aus bei jedem Lied mit. Manche hielt es vor allem bei den schnelleren Titeln kaum auf dem eigenen Stuhl. Gepaart mit den knappen und dennoch sehr humorvollen Ansagen der Musiker, wurde es ein lockerer Abend mit bester handgemachter Skiffle-Musik.

(sebu)
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