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Hückeswagen
So schützen sich Hückeswagener vor ungebetenen Einbrechern

Hückeswagen: So schützen sich Hückeswagener vor ungebetenen Einbrechern
Im Infomobil zeigen Walter Steinbrech, Thomas Wener und Frank Schultes Möglichkeiten, wie man Türen und Fenster sichert. FOTO: nico hertgen
Hückeswagen. Die ältere Dame hat ein Problem mit ihren Fenstern. Die scheinen ihr nicht sicher. Jeden Abend gehe sie mit einem unwohlen Gefühl ins Bett - aus Angst vor Einbrechern. Von Joachim Rüttgen

Kriminalhauptkommissar Martin Gömer aus Köln kennt das aus Gesprächen mit Bürgern. Gestern baute das Polizeipräsidium Köln mit dem Kriminalkommissariat Kriminalprävention/Opferschutz ein Infomobil auf dem Wochenmarkt auf. Fachberater beantworteten Fragen und verteilten Infomaterial. "Die Kölner unterstützen uns, weil wir ein solches Mobil in Oberberg nicht haben", sagte Walter Steinbrech von der Kreispolizeibehörde. Unterstützt wurde er von Frank Schultes, Leiter des Bezirksdienstes. "Wochenmärkte sind sehr öffentlichkeitswirksam", sagte Gömer. Immer wieder blieben Passanten stehen und ließen sich auf ein Gespräch ein. Manche etwas scheu, aber durch die Ansprache der Beamten gelang es, für das Thema zu sensibilisieren. "Die meisten Menschen, die zu uns kommen, sind selbst von einem Einbruch betroffen oder kennen jemanden", sagte Steinbrech.

Wichtigster Tipp, um einen Einbruch zu verhindern: eine technisch-fundierte Beratung. "Außerdem die Nachbarschaft einbinden. Nichts ist wichtiger, als wenn ein Nachbar verdächtige Fahrzeuge oder Personen entdeckt und meldet", sagte Gömer. Denn die Probleme in Hückeswagen seien identisch mit denen in einer Großstadt. "Die Einbruchszahlen steigen, gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit", sagte Steinbrech. Und somit auch das Interesse an einer Beratung. Für eine Einzelberatung (60 bis 90 Minuten, kostenlos) müssen Interessierte schon mal zwei bis vier Wochen warten, es gibt aber auch Kleingruppenberatungen.

"Das Problem nach einem Einbruch ist nicht der materielle Schaden, sondern die Verletzung der Privatsphäre", sagte Gömer. Deshalb sei es wichtig, das Sicherheitsgefühl zu stärken. Allerdings koste das Geld. "Wir empfehlen geprüftes und zertifiziertes Material, das von Fachleuten installiert werden muss", sagte er. Kollege Thomas Wener zeigte eine Rollenzapfenverriegelung, die in mehr als 90 Prozent der Haushalte eingebaut ist - und von jedem Einbrecher schnell geknackt werden kann. Besser ist die unwesentlich teurere Pilzkopfzapfenverriegelung. "Schlechter Einbruchsschutz ist kein Einbruchsschutz", sagt Gömer.

Er rät dazu, sich in einer Beratungsstelle der Polizei zu informieren, denn dort gebe es Anschauungsmaterial und Exponate.

Info Tel. 02261 8199-882 und- 885 (Einbruchschutz), 02261 8199-880 und - 881 (Opferschutz). www. polizei-beratung.de

Quelle: RP
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