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Michael Kaps (bew)
Solarenergie - 227 Anlagen in Betrieb

Michael Kaps (bew): Solarenergie - 227 Anlagen in Betrieb
Riesige Dachflächen - wie hier auf der Reithalle in Oberhombrechen - erzeugen viel Strom. Für die Investoren ein lukratives Geschäft. FOTO: Tabak
Hückeswagen. 2,9 Millionen Kilowattstunden Strom werden erzeugt. Der CO2-Ausstoß verringert sich um 200 Tonnen jährlich.

HÜCKESWAGEN Photovoltaikanlagen im Bergischen Land sind ein wichtiger Bestandteil der Energiewende. 227 Photovoltaikanlagen erzeugen für 1000 Hückeswagener Haushalte Strom. Die Rahmenbedingungen für die Förderung von Photovoltaikanlagen haben sich in den vergangenen Jahren verändert. Dennoch gibt es attraktive Anreize für Gewerbetreibende und Hauseigentümer, vor allem für Eigenstrommodelle. Die BM sprach mit Michael Kaps, Ansprechpartner für Einspeiser bei der Bergischen Energie- und Wasser-GmbH (BEW).

Herr Kaps, wie viele Photovoltaikanlagen werden heute in Hückeswagen betrieben?

Kaps In den vergangenen Jahren sind auf den Dächern Hückeswagens zahlreiche Photovoltaikanlagen installiert worden. Insgesamt produzieren die heute 227 Anlagen 2,9 Millionen kWh Strom pro Jahr, entsprechend dem Strombedarf von rund 1000 Haushalten. Gegenüber 2010 hat sich die Anzahl damit mehr als verdoppelt. Betrachtet man das gesamte Netzgebiet der BEW Netze, sind inzwischen 1050 Anlagen mit einer Leistung von über 15,5 Megawatt installiert, die in 2015 12,6 Mio. kWh eingespeist haben. Damit trägt die Photovoltaik insgesamt in nennenswertem Umfang zur Energiewende im Bergischen Land bei.

Finden sich Photovoltaikanlagen nur auf öffentlichen Dächern?

Kaps Nein, viele Photovoltaikanlagen befinden sich auch auf den Dächern von Privathäusern und gewerblichen Betrieben. Dennoch sind in der Vergangenheit zahlreiche Anlagen auf öffentlichen Dächern entstanden. So hat z.B. die BEW in Hückeswagen in Zusammenarbeit mit der Stadt und der Wohnungswirtschaft 19 Anlagen errichtet. In diesen Kooperationen zahlt BEW den Eigentümern eine Dachpacht und erhält im Gegenzug die Einspeisevergütung für die Photovoltaikanlagen. Neben der Erhöhung des Anteils an erneuerbaren Energien kann so in der Stadt Hückeswagen der jährliche CO2-Ausstoß um 1500 Tonnen reduziert werden.

Lohnt es sich heute noch, in eine Photovoltaikanlage zu investieren?

Kaps In der Vergangenheit haben Gewerbetreibende oder Hauseigentümer einfach eine Photovoltaikanlage gekauft und den erzeugten Strom zu einem garantierten Festpreis in das Netz eingespeist. Inzwischen haben sich mit dem aktuellen Erneuerbare-Energien-Gesetz die Fördermechanismen verändert, so dass vor allem die sogenannten Eigenstrommodelle besonders attraktiv sind. Hier nutzt der Hauseigentümer den erzeugten Strom selbst, überschüssige Strommengen werden zu den gesetzlichen Fördersätzen ins Netz eingespeist, zurzeit 12,31 Cent/kWh. Die Kosten für eine kleine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von fünf Kilowatt betragen heute etwa 7500 Euro. Sie amortisiert sich je nach eigenem Strombedarf bei der heutigen Gesetzeslage nach etwa zehn bis zwölf Jahren. Gerne unterstützen wir unsere Kunden bei der Planung und Erstellung von Wirtschaftlichkeitsberechnungen und bieten auch schlüsselfertige Komplettlösungen an.

UDO TEIFEL FÜHRTE DAS GESPRÄCH.

Quelle: RP
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