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Hückeswagen
Sommerbob 2018 soll wieder Olympia-Revanche werden

Hückeswagen. In sieben Monaten und drei Tagen beginnen im südkoreanische Pyeongchang die 23. Olympischen Winterspiele. Heiße Medaillenkandidaten aus deutscher Sicht sind dann die Bobfahrer, die nach der Pleite von Sotschi 2014, als sie nicht eine Medaille gewannen, nach Gold, Silber und Bronze greifen wollen. Doch selbst wenn's im Februar nächsten Jahres erneut nicht klappen sollte, so könnten sie ihr Talent einige Monate später doch noch unter Beweis stellen. Denn die Aussichten sind gut, dass es 2018 erstmals nach vier Jahren wieder ein Sommerbob-Rennen in der Hückeswagener Altstadt geben wird. Das bestätigt Initiator Sven Schreiber aus Radevormwald.

Auch die Stadtverwaltung will unbedingt, dass die internationale Bobsport-Elite wieder nach Hückeswagen kommt. "Das wäre wunderbar", sagt Monika Winter, Geschäftsführerin des Stadtmarketings. "Wir stehen nach wie vor bereit." Der Knackpunkt sei zuletzt jedoch der Bob-Weltverband gewesen.

Das unterstreicht auch Schreiber: "Er will nicht wieder die Veranstaltung zu 100 Prozent aus eigener Tasche bezahlen, wie das 2014 der Fall gewesen war", berichtet der Inhaber der Radevormwalder Veranstaltungsagentur "hammerevents". Daher sucht die International Bobsleigh & Skeleton Federation (IBSF - 2014 lautete die Abkürzung noch FIBT) weitere Sponsoren, die das Event mitfinanzieren. Schreiber selbst hat "auch im kleinen Rahmen Sponsoren in der Hinterhand".

Beim Weltverband gibt es eine Agentur, die die Sponsorenmittel für die Wintersaison akquiriert; sie sollte sich auch im Geld für den Sommerbob kümmern. "Das hat aber noch nicht geklappt", sagte Schreiber. Daher hat es im vorigen und in diesem Jahr auch kein neues Sommerbob-Rennen in Hückeswagen gegeben. Zudem wäre die internationale Bobsport-Elite 2017 ohnehin nicht gestartet, weil sie sich derzeit auf die Olympia-Vorbereitung fokussiert.

Ziel ist es aber, dass im nächsten Jahr - vor oder nach der Fußball-WM vom 14. Juni bis 15. Juli - wieder Zweierbobs durch die Altstadt rasen. Dann könnte es nicht nur wieder eine Olympia-Revanche geben, sondern gleichzeitig auch eine Weltmeisterschaft. Die im Anschieben.

(büba)
 
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