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Hückeswagen
Sommerliche Feiernächte in Straßweg

Hückeswagen: Sommerliche Feiernächte in Straßweg
Ein "Prosit!" auf die Tradition: Seit mehr als 60 Jahren wird in Straßweg das Sommerfest gefeiert, seit 20 Jahren wird die Chorgemeinschaft durch die Feuerwehr-Löschgruppe unterstützt. FOTO: Schütz
Hückeswagen. Der anhaltende Regen kurz vor Beginn des Matinee-Konzerts gestern Mittag störte die Feierlaune der Chorgemeinschaft und der Löschgruppe Straßweg kaum. Zwei herrliche Sommerfest-Tage lagen da bereits hinter ihnen und ihren Gästen. Von Franz Mostert

Beim traditionellen Straßweger Sommerfest dominiert ein seit Jahren eingespieltes Programm. Ohne dem Festsamstag den Rang abzulaufen, stehen für die Veranstalter - die Löschgruppe Straßweg und die Chorgemeinschaft Straßweg - Jahr für Jahr zwei Höhepunkte an. Beim Fassanstich zum Beginn des Festes am Freitag ließen sich die benachbarten Löschgruppen nicht zweimal bitten. Diesmal rückten neben dem Löschzug Stadt die Herweger, Holter, Bergisch Borner, Eipringhauser und die Halstenberger Kameraden an. Dabei war auch das örtliche Technische Hilfswerk (THW). Der Anstich dauerte bis 3 Uhr in der Nacht.

Für die Chorgemeinschaft schlägt ohne Zweifel am dritten Festtag gegen Mittag die Stunde des anspruchsvollen Männerchor-Vortrags. Mit etwas Verspätung begann die Vortragsfolge gestern mit dem MGV Lützenkirchen, gefolgt vom MGV Niederwermelskirchen. Danach stand der MGV "Niegedacht" Herbringhausen im Mittelpunkt. Das Matinee-Finale war für die Straßweger Sänger unter der Leitung von Petra Rützenhoff-Berg reserviert. Während im Festsaal ein ausgeglichenes Programm mit reichlich Beifall honoriert wurde, hatten vorher zehn Trompeter, drei Posaunisten, Keyboarder und Schlagzeuger vom Wupper-Musik-Corps die vom langen Samstag noch etwas mitgenommenen Straßweger und ihre Gäste "auf Trab gebracht".

Während die ersten der mehr als 40 selbst gebackenen Kuchen und Torten zum abschließenden großen "Kaffeeklatsch" angeliefert wurden, wagten sich MGV-Vorstand Bernd Hagemann und der seit 2002 amtierende Löschgruppen-Führer Frank Felbeck an ein erstes Resümee: "Zwei Tage, Abende und Nächte Traumwetter - was kümmern uns die paar Regentropfen vom Sonntag?", war ihre einhellige Meinung. Beide hatten gut lachen, türmten sich doch reihenweise leere Bierfässer und gingen Berge von Würstchen und Grillfleisch über die lange Theke.

Immer wieder heißt es auf Straßweg: "Was wären wir ohne unsere Frauen?" Die "besseren Hälften" von der Löschgruppe hatten ihr Bekenntnis zum Ehrenamt ihrer Männer und Freunde auf ihren T-Shirts ihrerseits eindrucksvoll zum Ausdruck: "Wir sind Feuer und Flamme", stand darauf zu lesen.

Zum Erfolgsgeheimnis des Festes an der Hückeswagener Peripherie gehört auch die mit 500 Gewinnen ausgestattete Tombola. Hans Din-stühler, Stammgast als Freund und Nachbar, brachte es auf einen Nenner: "Ich freue mich Jahr für Jahr, dass bei uns die Tradition hochgehalten wird." Angelika Wächtler kommt sonntags morgens wegen der Chormusik. "Sowas darf doch nicht aussterben", forderte sie. Solange auf dem Straßweg das Ehrenamt nachbarschaftsverbindend erhalten bleibt, und das ist allgemeiner Tenor, dürfte die Feierlaune ihren Bestand auch behalten.

Quelle: RP
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