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Hückeswagen
Spannende Krimigeschichten in der Bücherei vorgelesen

Hückeswagen. Die Stadtbibliothek lud am Freitagabend zu einer ganz besonderen Lesung ein: Vier Autoren aus dem Oberbergischen lasen aus ihrer gemeinsamen Anthologie "Morde und andere Gemeinheiten" vor. Kurze, spannenden Krimigeschichten, mit den Oberbergischen Städten als Tatort. Überraschend voll war die Bücherei. In der oberen Etage hatten es sich die über 30 Besucher im Kerzenlicht gemütlich gemacht, um die mysteriösen Mordstorys zu hören, die sich in der Fiktion direkt vor ihrer Haustür abspielen. Von Cristina Segovia-Buendía

Zur Lesung gekommen waren Frank Merken aus Marienheide, Andreas Wöhl aus Lindlar, Christine Kaula aus Wipperfürth und Irmgard Hannoschöck aus Hückeswagen. Die vier Autoren haben zusammen mit sechs weiteren Kollegen aus dem Oberbergischen 13 gruselige Krimigeschichten in einem gemeinsamen Buch veröffentlicht, die nach einer langen Lesereise durch die Schauplätze der Geschichten nun auch in Hückeswagen vorgestellt wurden.

Den Anfang des fesselnden Abends machte Lokalmatadorin Irmgard Hannoschöck. Ihre erste Geschichte mit dem Titel "Vernehmung" spielte in Radevormwald, wo eine Frau ihren Vater mit einem Brotmesser ermordet hatte. Wie es zu dieser schrecklichen Bluttat gekommen war, erfuhren die Zuhörer nach und nach durch eine Vernehmung der Protagonisten. Ihre zweite Geschichte spielte sich in Hückeswagen ab, zwischen der Praxis von Herrn Sbai und dem Hotel Hammerstein und sprang immer wieder zwischen verschiedenen Zeiten. Es ging um eine junge Frau, die als Hotelangestellte in den frühen Glanzzeiten der Luxusherberge plötzlich aus Hammerstein verschwand. Thematisiert wurde auch die Historie Hammersteins als ehemaliges Arbeitslager für russische Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg. Als die Zuhörer gebannt an Hannoschöcks Lippen hingen, beendete sie ihre Lesung. "Mehr verrate ich nicht. Wenn sie wissen wollen, wie es weiter geht, müssen sie selber lesen."

Auch ihre drei Kollegen folgten der Strategie, lasen ihre Geschichten nur an. Den Besuchern schien es dennoch gefallen zu haben. Viele verließen die Bücherei mit einem neuen Buch, nämlich der Krimi-Anthologie aus dem Oberbergischen "Morde und andere Gemeinheiten."

Quelle: RP
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