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Hückeswagen
Sparkasse finanziert Großprojekte mit

Hückeswagen: Sparkasse finanziert Großprojekte mit
Die Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen hat ihr Firmenkundengeschäft in den vergangenen beiden Jahren systematisch ausbauen können. Zu den Kunden gehört auch die Firma Pflitsch, die derzeit am Mühlenweg ein neues Logistikzentrum errichtet (%). Stellten sich Fragen unserer Redaktion (& v. l.): Hückeswagens Bürgermeister Dietmar Persian, Michael Kühl, Christian Viebach, Thomas Palus und Rades Verwaltungschef Johannes Mans. FOTO: Wolfgang Scholl
Hückeswagen. Der Vorstand um Michael Kühl und Thomas Palus präsentierte gestern mit dem Verwaltungsratsvorsitzenden Christian Viebach gute Zahlen. Beide Kommunen können dennoch keine Ausschüttungen für ihre Haushalte erwarten. Von Wolfgang Scholl

Auf ein erfolgreiches Jahr 2016 kann die Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen zurückblicken. Stolz ist das Haus um das für Vertriebsfragen zuständige Vorstandsmitglied Thomas Palus, dass es auf verschiedenen Ebenen gelungen ist, weiter positive Ergebnisse zu erzielen. Als großen Erfolg wertet die Sparkasse, dass sie die beiden großen Arbeitgeber Gira Giersiepen (Rade) und Pflitsch (Mühlenweg) finanziell bei deren Großprojekten begleiten darf. Gira hat sein größtes Projekt aller Zeit an der Gewerbe-straße in der Entwicklung, Pflitsch baut ein neues Logistikzentrum.

Diese Entwicklung zeichne sich auch bereits für dieses Jahr ab, ergänzte Palus. Die Investitionsbereitschaft sei besonders im gewerblichen Bereich durch die anhaltende Niedrigzinsphase und die gute Konjunktur weiter gegeben. Unsicherheiten ergäben sich derzeit aber auch. Besonders die geopolitische Lage in der Türkei, den USA und dem Verhältnis zu England ließen die Unternehmer vorsichtig agieren. Im Ausleihgeschäft für Firmenkunden erzielte die Sparkasse für die beiden Nordkreiskommunen im Jahr 2014 einen Umsatz von 38,3 Millionen Euro, 2015 eine Steigerung auf 50,9 und im vorigen Jahr eine weitere auf 57,9 Millionen Euro. Auch im ersten Quartal dieses Jahr liegt das Haus bereits über den Zahlen des abgelaufenen Jahres.

FOTO: Wolfgang Scholl

"Aber auch im Immobiliengeschäft mit Privatleuten haben wir gute Zuwächse zu verzeichnen", versicherte Palus. Er und seine Mitarbeiter verzeichneten weiter ein hohes Interesse an der eigenen Immobilie. "Als Plus für die Entwicklung auf beiden Ebenen sehe ich die große Nähe zum Kunden", sagte Palus. Diese ergebe sich auch dadurch, dass bei Aufträgen grundsätzlich versucht werde, Angebote einheimischer Unternehmen einzuholen.

Die Bilanzsumme steigerte die Sparkasse von 549,6 auf 563 Millionen Euro. Bei den Ausleihungen gelang der Sparkasse eine Steigerung von 326,2 auf 347,3 Millionen Euro. Der Depotbestand der Sparkassen-Kunden stieg, auch dank der DAX-Entwicklung, von 107 auf 117 Millionen Euro.

Stellung bezog der Sparkassenvorstand auch zur Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben. "Wir erfüllen alle Voraussetzungen", betonte Vorstandsvorsitzender Michael Kühl. So sei die Zahlungsfähigkeit seines Hauses wegen einer planvollen und ausgewogenen Liquiditätsvorsorge im vergangenen Geschäftsjahr jederzeit gegeben gewesen. Schon jetzt erfülle die Sparkasse die Eigenkapital-Voraussetzungen, die 2019 von den Banken und Sparkassen gefordert werden (Basel III). "Die Eigenkapital-Ausstattung unseres Hauses ist überdurchschnittlich im Vergleich unseres Sparkassenverbunds", sagte Kühl. Als Vorsitzender des Verwaltungsrats als Aufsichtsgremium bezeichnete Christian Viebach die Lage des Hauses als "sehr zufriedenstellend" aus der Sicht der Zeit der aktuellen Wahlperiode, die im Frühherbst 2014 begonnen hat.

Wegen der anhaltenden Niedrigzinsphase verzeichnet die Sparkasse für das abgelaufene Jahr - vorbehaltlich der endgültigen Prüfungen zum Jahresabschluss - einen Jahresüberschuss von 148.000 Euro. "Das ist eine solide Ertragssituation", unterstrichen Kühl und Viebach. Die Niedrigzinsphase sei angesichts der Entwicklungen noch vier bis fünf Jahre zu erwarten, ergänzte der Vorstandssprecher. Trotz des Gewinns können die beiden Kommunen jedoch nicht mit einer Ausschüttung für den städtischen Haushalt erwarten. "Das ist nicht realistisch", meinte Viebach.

Hervorgehoben hat der Vorstand die Unterstützung für gemeinnützige, kulturelle, sportliche und soziale Zwecke. Im vergangenen Jahr summierte sich die Summe auf 158.000 Euro, berichtete Marketingleiter Michael Scholz. 42.000 Euro (41 Projekte) konnten aus den Stiftungen ausgeschüttet werden, 71.000 Euro aus dem PS-Prämiensparen (30 Projekte) und 45.000 Euro als Sponsoring oder Spenden. Aktuell hat die Sparkasse die Zusage zur Förderung der Open-Air-Konzertreihe "Hückeswagen live" im Sommer abgegeben. Die Schuldnerberatung Oberberg erhielt zusätzlich 6000 Euro.

"Diese Förderung durch die Sparkasse ist für die beiden Kommunen sehr wichtig", betonte Bürgermeister Dietmar Persian.

Quelle: RP
 
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