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Hückeswagen
Sparkassen unterstützen Schuldnerberatungen

Hückeswagen. Das Traumauto, eine größere Wohnung oder teure Kleidung - es gibt viele Dinge, für die Menschen große Mengen Geld ausgeben und sich dabei teilweise enorm verschulden. Die Betroffenen benötigen in dieser Situation meist externe Hilfe, um aus der Schuldenfalle herauszukommen. Hier kommen häufig Schuldnerberatungen ins Spiel. Für rund zehn Prozent aller Haushalte stellen sie eine wichtige Unterstützung in der Not dar.

Auch die Sparkassen unterstützen solche Schuldnerberatungen regelmäßig: In diesem Jahr stellten die Sparkassen im Oberbergischen Kreis fast 46.000 Euro zur Verfügung - beteiligt an der Aktion sind die Sparkassen Gummersbach-Bergneustadt, Radevormwald-Hückeswagen, Homburgische Gemeinden sowie die Kreissparkasse Köln.

"Trotz der langjährigen Zusammenarbeit kennen viele nicht das Tätigkeitsfeld der Beratungen", berichtete Michael Scholz von der Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen. Aus diesem Grund stellten die drei Schuldnerberatungen des Kreises bei einem gemeinsamen Gedankenaustausch in der Sparkasse Wiehl ihre Arbeit vor. Mit dabei waren unter anderem Kristina Schüttler, Leiterin der Schuldnerberatungsstelle der Diakonie, Thomas Kröger, Leiter der Schuldnerberatung der Awo Rhein-Oberberg und Peter Rothausen vom Caritasverband Oberberg. Für die Sparkasse waren die Wiehler Vorstände Hartmut Schmidt und Thomas Roß, der Gummersbacher Chef Frank Grebe sowie der Regionaldirektor der Kreissparkasse Köln, Ralf Waßer, vor Ort.

"Derzeit ist der Anteil der verschuldeten Haushalte in der Region zwar nahezu stabil, die Auslöser einer Überschuldung verändern sich allerdings: Durch die gute konjunkturelle Lage rückt Arbeitslosigkeit als Ursache in den Hintergrund", berichtete Scholz. Umso häufiger lauteten die Motive Erkrankung, Sucht und Trennung. In solchen Ausnahmesituationen gäben die Schuldnerberatungen Ratschläge und bieten Hilfestellung, um Gesetze und Verordnungen besser zu verstehen.

Die Sparkasse der Homburgischen Gemeinden schickt in regelmäßigen Abständen ihre Auszubildenden zu Hospitationen in die Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle der Diakonie in Waldbröl, wo sie auch die Kehrseite der Gesellschaft kennenlernen sollen. "Diese Zeit verfehlt ihre Wirkung bei den jungen Leuten nicht", betonte Vorstand Schmidt.

(mba)
 
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