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Hückeswagen
Spatenstich für Messerfabrik Neuenkamp

Hückeswagen: Spatenstich für Messerfabrik Neuenkamp
Hatten Spaß an der Schaufel (v.l.): Inhaber Rudolf Supe, Architektin Alexandra Flosbach, Kämmerin Isabel Bever, Bauleiter Heinz Laven, Uwe Stranz vom Kreis und Reiner Dörmbach, Geschäftsleitung Technik und Prokurist der Firma. FOTO: joachim rüttgen
Hückeswagen. Die neue Betriebsstätte für das Unternehmen aus Remscheid liegt ab Juni 2018 im Industriegebiet in Winterhagen-Scheideweg. An der Bockhackerstraße entsteht das moderne Gebäude - Gesamtkosten: vier bis fünf Millionen Euro. Von Joachim Rüttgen

Die Schloss-Stadt begrüßt im Juni 2018 ein neues Unternehmen: Gestern gab's den ersten Spatenstich für eine moderne Betriebsstätte der Messerfabrik Neuenkamp an der Bockhackerstraße im Gewerbegebiet Winterhagen-Scheideweg. Zurzeit produziert die Firma an der Neuenkamper Straße in Remscheid. Dort stehen die Zeichen auf Abschied.

"Wir verlagern uns komplett, weil wir uns auf der grünen Wiese neu aufstellen und eine moderne Fertigung bauen wollen", sagte Reiner Dörmbach, Geschäftsleitung Technik und Prokurist bei Neuenkamp. Der alte Standort sei platzmäßig ausgereizt, umgeben von einem Wohngebiet mit wenigen Platzplätzen. "Und da uns die Stadt Remscheid keinen Platz anbieten konnte, bin ich bei meiner Suche auf Hückeswagen gestoßen", berichtete Dörmbach. Hier habe man der Firma sehr unbürokratisch und schnell geholfen. "Das ist für uns kein leichter Schritt, schließlich handelt es sich um ein Millionenprojekt", sagte der Prokurist, der die Gesamtkosten für Umzug und Neubau auf vier bis fünf Millionen Euro beziffert.

Das Unternehmen bezieht mit seinen 50 Mitarbeitern ein modernes neun Meter hohes Gebäude mit einer Bruttofläche von 3500 Quadratmetern. In dem rechteckigen Gebäude werden nach Angaben von Architektin Alexandra Flosbach zur Bockhackerstraße hin Besprechungs- und Sozialräume sowie Räume für die Technik untergebracht. In dem Gebäude entstehen zwei Hallenschiffe (60 mal 40 Meter). "Da der Verwaltungstrakt zweigeschossig sein wird, haben wir eine Nutzfläche von 3000 Quadratmetern", sagte sie. Der Bebauungsplan sieht vor, dass an der Straße ein fünf Meter breiter Pflanzstreifen entsteht, außerdem soll die Fassade gestalterisch gegliedert werden. Hierzu werden Rankgitter angebracht, "die den Baukörper nicht so massiv wirken lassen", sagte Flosbach.

Auch energetisch werde das Gebäude hochmodern, denn aufgrund der Produktionsprozesse entstehe in der Halle eine große Menge Abwärme. Die soll im Winter für die Heizung genutzt werden. Es werden Wärmepumpen installiert, außerdem eine große Photovoltaikanlage auf dem Dach, um die Sonnenergie zu nutzen. Sehr repräsentativ werde der vollverglaste Eingangsbereich wirken. Die Architektin rechnet mit einer Bauzeit von acht Monaten, so dass der Umzug im Juni 2018 beendet sein soll. "Wir sind beim Bau relativ wetterunabhängig, da wir mit Stahlbetonfertigteilen arbeiten."

Seinen Dank an Stadt und Kreis richtete der Geschäftsführende Gesellschafter der Dienes-Gruppe, Bernd Supe-Dienes: Da sei sehr aktiv und hilfreich gearbeitet worden. Kritik äußerte er am deutschen Baurecht, das von den Investoren bei der Planung viel zu viele Dinge erwarte, die man einfach nicht im Voraus planen könne. "Da ist vieles so unvorhersehbar", sagte er.

Ab Ende April erfolgt der Umzug schrittweise. "Dann ziehen die ersten Maschinen um. Wir wollen, dass die Produktion nicht stillsteht, so dass wir für drei Monate an zwei Standorten fertigen", sagte Dörmbach. Die Firma exportiert 70 bis 75 Prozent ihrer Waren in alle Welt. "Wir setzen mit dem Umzug und dem Neubau ein wichtiges Zeichen und signalisieren unseren Kunden, dass wir in die Zukunft investieren", sagte der Prokurist.

Das freut auch Kreisdezernent Uwe Stranz. "Wir brauchen Platz für solche Unternehmen, denn die Flächen sind begrenzt", sagte er. Deshalb zeigte sich auch Hückeswagens Kämmerin Isabel Bever hocherfreut: "So eine Neuansiedlung sichert Arbeitsplätze", sagte sie.

Quelle: RP
 
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