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Hückeswagen
Spendenbereitschaft ist ungebrochen

Hückeswagen: Spendenbereitschaft ist ungebrochen
Monika Hübner (l.) und Martina Hofmann bereiteten am Samstag zahlreiche Pakete für Bedürftige vor und freuten sich über die erneut große Spendenbereitschaft der Hückeswagener. FOTO: Nico Hertgen
Hückeswagen. Bis Samstag konnten Lebensmittelpakete für Bedürftige in der Islandtafel an der Bachstraße abgegeben werden. Initiatorin Martina Hofmann war positiv überrascht über die große Teilnahme. Gepackt wurden mehr als 50 Pakete. Von Heike Karsten

Am Donnerstag wird die Freude groß sein, denn dann erhält jeder Besucher der Weihnachtsfeier in der Islandtafel ein großes Geschenkpaket mit Lebensmitteln, Kosmetikartikeln und kleinen Präsenten. Möglich macht das die Spendenaktion, die die Hückeswagenerin Martina Hofmann 2008 ins Leben rief. Am Samstag nutzten viele Spendenwillige die Gelegenheit, ihre liebevoll zusammengestellten und mit Geschenkpapier beklebten Pakete in der Suppenküche an der Bachstraße abzugeben. Da die Pakete und deren Inhalt sehr unterschiedlich waren, wurden sie alle noch einmal umgepackt. Mit Hilfe von Monika Hübner entstanden aus den abgegebenen Spenden mehr als 50 Pakete. "Wir achten darauf, dass immer Kaffee, etwas Herzhaftes, etwas Süßes und ein Duschgel oder Ähnliches in dem Paket sind", sagte Monika Hübner. Einige Pakete enthielten kleine Handarbeiten und Dekorationen wie gehäkelte Sterne, oder auch ganz nützliche Dinge wie einen warmen Schal, Handschuhe oder Handtücher. "Manche legen auch eine persönliche Karte bei oder spenden Geld", sagte Martina Hofmann. Marita Bieg, die sich gemeinsam mit ihrem Mann jedes Jahr an dem Spendenaufruf der Islandtafel beteiligt, hatte ein Paar Socken mit eingepackt. "Wir machen jedes Jahr mit, um anderen eine Freude zu machen", sagte die Hückeswagenerin. Wem es nicht möglich war, die Spende an die Bachstraße zu bringen, dem bot die Initiatorin an, das Paket abzuholen. "Mein Auto war bis unters Dach voll", berichtete Martina Hofmann.

Eine ähnliche Spendenaktion für Bedürftige hatte die berufstätige 58-Jährige zum ersten Mal im Fernsehen gesehen. "Was in anderen Städten möglich ist, muss doch auch bei uns möglich sein", dachte sie sich damals. Daraufhin habe sie Kontakt zu Dieter Rauer, dem Leiter der Islandtafel aufgenommen. Seitdem gibt es die Weihnachtspaket-Aktion auch in der Schloss-Stadt.

Direkt begeistert von der Idee war auch Monika Hübner. Als sie ihre erste Spende bei der Tafel abgab, bot sie ihre Hilfe an. "Es hat gerade mal einen Tag gedauert, bis ich angerufen wurde", erinnerte sie sich lachend. Seitdem sind sie und Martina Hofmann ein eingespieltes Team. Stundenlang packten sie am Donnerstag und Samstag die Pakete und versahen sie mit Nummern. Denn um keinen zu bevorteilen, werden die Präsente auf der Weihnachtsfeier verlost. Auch die Besucher des Jugendcafés erhalten Präsente. Sollten Pakete übrig bleiben, werden sie von Dieter Rauer an Bedürftige verteilt, die die Suppenküche nicht besuchen.

Von der ungebrochen großen Spendenbereitschaft war die Initiatorin überwältigt. "Ich habe nicht damit gerechnet, das es so gut läuft, weil es so viele Aufrufe zu Spenden gibt", sagte die 58-Jährige. Eine 52-Jährige Spenderin nannte ihre persönliche Motivation: "Vielen geht es nicht so gut wie uns, und das ist nicht immer selbstverschuldet, sondern liegt oft an niedrigen Renten oder Arbeitslosigkeit. Ich habe daher alles ins Paket gepackt, was der Mensch so zu Weihnachten braucht", sagte die Hückeswagenerin.

Auch einige Flüchtlinge sind Tafelbesucher. Gerade deshalb ist Martina Hofmann froh, dass so viele Paket zusammengekommen sind und die Spender zur Weihnachtszeit ein Herz für die Menschen haben, denen es nicht so gut geht. "Solange ich kann, werde ich das weitermachen", versprach sie.

Quelle: RP
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