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Hückeswagen
Spirituelle Spurensuche an St. Angela

Hückeswagen: Spirituelle Spurensuche an St. Angela
Die Woche vor den Herbstferien diente den Zehntklässlern des Wipperfürther St.-Angela-Gymnasium der religiösen Orientierung. Dafür konnten sie aus sieben Workshops auswählen. FOTO: St. Büllesbach (Archiv)
Hückeswagen. Bei der "Woche religiöser Orientierung" konnten die Schüler der Einführungsphase des St.-Angela-Gymnasiums einen von sieben Workshops belegen. Ziel war die Auseinandersetzung mit religiösen und spirituellen Fragen. Von Wolfgang Weitzdörfer

Bereits zum fünften Mal fand vor den Herbstferien die "Woche religiöser Orientierung" am Wipperfürther St.-Angela-Gymnasium statt. Die Schüler der zehnten Klassen, darunter auch viele Hückeswagener, besuchten statt des normalen Unterrichts einen Workshop. "Das Ziel der Veranstaltung ist es, die Schüler auf ganz unterschiedliche Arten anzusprechen, damit sie sich mit religiösen und spirituellen Fragen auseinandersetzen", erläuterte Religionslehrerin und Projektkoordinatorin Britta Sabel. Die Idee komme aus katholischen Bildungshäusern: "Dort werden solche Projektwochen regelmäßig angeboten", sagte sie.

Die Workshops waren thematisch unterschiedlich angelegt, geleitet wurden sie teils von Lehrern des Gymnasiums oder externen Anbietern. Sabel: "Sehr beliebt war etwa die Pilgerwanderung im Bergischen Land, die von unserem Schulleiter Walter Krämer angeboten wurde." Aber auch die anderen Workshops - eine Radiowerkstatt, ein Fotoworkshop, ein Theaterworkshop, ein Vorbereitungskursus auf den Schulsanitätsdienst, Spurensuche im Film und ein Kursus, in dem die Frage "Wer bin ich wirklich?" von den Schülern beantwortet werden sollte - waren gut geeignet, sich auf kreative und persönliche Art und Weise auf religiöse und spirituelle Spurensuche zu begeben. Die Schüler konnten im Vorfeld wählen, an welchem Workshop sie teilnehmen wollten.

Auch der siebte Kursus, der so allerdings gar nicht geplant war, stieß bei den teilnehmenden Schülern auf großes Interesse: "Eigentlich war ein Bildhauerworkshop geplant, der aber sehr kurzfristig abgesagt werden musste", sagte Sabel. Die betreuenden Referendare Maike Huppertz und Rafael Bartsch mussten sich also spontan etwas Neues einfallen lassen. Dabei herausgekommen war ein Fotoworkshop: "Wir haben uns dabei an das Prinzip der Straßenexerzitien angelehnt", erklärte Huppertz. So wurden die Schüler in die Hansestadt geschickt. Der Auftrag war, Gott oder etwas Göttliches im Alltag zu entdecken. Die Teilnehmer sollten dann ein Foto anfertigen und dazu eine kurze Erklärung aufschreiben. Die Ergebnisse wurden auf einer Stellwand gesammelt: "Die Bilder werden noch bis nach den Herbstferien ausgestellt", sagte Huppertz.

Die Ergebnisse waren sehr kreativ und einfallsreich. Etwa auf dem Bild von Julia Weber: "Ich habe den Schienenbus am Bauhof fotografiert. Schienen können ja ein bisschen als Weg zu Gott gesehen werden", sagte die Zehntklässlerin. Zunächst habe sie nicht genau gewusst, wonach sie suchen sollte, daher habe es einige Zeit gedauert, bis sie ihr Bild gefunden hatte. Ihr Mitschüler Finn Wasserfuhr fand den Fotoworkshop sehr gelungen: "Ich wäre nie von alleine auf die Idee gekommen, einfach so durch die Stadt zu gehen, um das Göttliche im Allgemeinen zu suchen. Das war eine tolle Erfahrung." Das sah auch Elisa Keller so. "Ich habe allerdings ein wenig die Befürchtung, dass das nächste Woche schon wieder aus dem Sinn ist", sagte die Schülerin.

Quelle: RP
 
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