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Hückeswagen
Stadt hübsch ins Bild gesetzt

Hückeswagen: Stadt hübsch ins Bild gesetzt
HEG-Geschäftsführer Dietmar Persian hält die Broschüre hoch, die Diana Jaspers (2. v. l.) und ihr Team erstellt haben. Uwe Ufer (l.), Heike Rösner und Michael Kirch sind über das Ergebnis begeistert. FOTO: RPO
Hückeswagen. Eine Imagebroschüre hat die Stadt bei der Agentur für Mediengestaltung "idee orange" in Auftrag gegeben. Angesprochen werden sollen damit potentielle Gäste. Das 45-seitige Heft ist ein wahrer Hingucker geworden. Von Norbert Bangert

Den Appetit auf die Schloss-Stadt anregen, das ist die Absicht einer neuen Imagebroschüre, die die Stadt Hückeswagen gemeinsam mit der Stadtentwicklungsgesellschaft (HEG) heraus gegeben hat. Zielgruppe sind Menschen, die nicht in Hückeswagen wohnen und einmal für einen oder mehrere Tage die Attraktionen und Schönheiten der Schloss-Stadt kennen lernen sollen. "Mir ist da zuerst die Bever, die Natur und die Altstadt eingefallen", erzählt Diana Jaspers von "idee orange" bei der Vorstellung der Broschüre im Schloss.

Die Agentur für Mediengestaltung hat zwar ihren Sitz in Hückeswagen, die Inhaberin wohnt jedoch in Wermelskirchen. "Es war uns wichtig, dass jemand von außen auf die Stadt schaut", betont Bürgermeister Uwe Ufer. "Wir sind erstens nicht objektiv und haben zweitens auch nicht die Fähigkeiten, wie sie eine solche Firma hat."

Entstanden ist eine ansehnliche, kreative und zum Teil witzige Broschüre im Format DIN A4 quer, die mit fröhlichen Farben und vor allem mit schönen und lebendigen Bildern glänzt. Beispielhaft sind die Seiten 42 und 43: Links wirbt die Überschrift "Marley ohne Bob" (in Anspielung auf den 1981 gestorbenen Reggae-Sänger) neben einem Bild von einer Musikband auf der Bühne für die Open-air-Konzert-Reihe "Hückeswagen live", auf der rechten Seite verweist neben einem Foto von einem startenden Bobteam der Hinweis "Bob ohne Marley" auf das Sommer-Bobrennen.

Die Seiten bieten einen Querschnitt durch die vielfältigen Freizeitangebote auf dem Stadtgebiet: Golf, Pferdesport, Tennis, Wandern, Radfahren und natürlich die Wassersportmöglichkeiten rund um die Bever-Talsperre werden aufgezeigt. Aber auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden thematisiert. Kindergarten, Wohnbaufläche und die Möglichkeiten für die Gewerbebetriebe sind weitere Gegenstände der Betrachtung.

"Wichtig ist, dass diese Broschüre das Image der Stadt verbessern hilft und nicht ins Detail geht", betont Ufer. Detailinformationen oder Namen von Ansprechpartnern sucht der Leser allerdings vergebens. "In der Broschüre sind Internetadressen abgedruckt, auf denen sich die Interessierten tiefer gehend informieren können", erläutert Heike Rösner, bei der Stadt zuständig für die Fremdenverkehrsförderung.

Verteilt werden die Broschüren in erster Linie an interessierte Gäste von außen. "Die Broschüre liegt beispielsweise auf Messen aus, die vom Tourismusverband, der Natur-arena oder dem Wasserquintett veranstaltet werden", so Ufer. Nicht gedacht sei die Broschüre dagegen beispielsweise für Neubürger.

Trotz Optimismus und des großen Lobs für die Macher bleibt Ufer in Bezug auf die Besuchermengen realistisch. "Ich glaube nicht, dass nun hunderte Menschen aus Holland zu uns kommen", gibt er zu – und fügt lächelnd an: "Der eine oder andere aber schon."

Quelle: RP
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