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Hückeswagen
Stadt wird die Stellflächen jetzt markieren

Hückeswagen: Stadt wird die Stellflächen jetzt markieren
In der Robert-Schumann-Straße (l.) wird es richtig eng für Rettungsfahrzeuge, wenn links und rechts geparkt wird. Deshalb sollen hier Parkflächen genauso markiert werden wie in der kleinen Sackgasse Waag in Wiehagen. Dort steht auch ein entsprechendes Hinweisschild. FOTO: joachim rüttgen
Hückeswagen. In unserem "Bürgermonitor" berichteten wir über Probleme der Rettungsfahrzeuge, die durch falsch geparkte Autos nicht rechtzeitig am Einsatzort eintreffen. Die Stadtverwaltung reagiert jetzt darauf und stellt einige Verbotsschilder auf. Von Joachim Rüttgen

In kritischen Bereichen legt die Stadtverwaltung auch weiterhin ein besonderes Augenmerk auf parkende Autos. Das Problem: Die modernen Feuerwehrautos werden immer größer (2,50 Meter breit, 3,30 Meter hoch, 8,60 Meter lang, 15 Tonnen schwer), die Straßen vor allem in der Hückeswagener Altstadt, aber auch in anderen Bereichen im Stadtgebiet bleiben schmal. Parkende Autos können da ganz schnell einen Einsatz und eventuell auch Leben gefährden. Deshalb unternimmt das Ordnungsamt regelmäßig Probefahrten durchs Stadtgebiet, um für den Ernstfall zu testen, wo es brenzlig und gefährlich werden könnte.

"Besonders eng ist es in der Robert-Schumann-Straße. Deshalb werden wir dort Stellflächen markieren, in denen geparkt werden darf und ein Schild aufstellen, das auf diese Flächen hinweist und das Parken ausdrücklich erlaubt", berichtet Roland Kissau vom Ordnungsamt. Insgesamt gebe es in der Straße dann künftig elf mögliche Stellflächen, die im Vorfeld zwischen Feuerwehr, Bauhof und Straßenverkehrsamt festgelegt wurden. Wer künftig außerhalb dieser gekennzeichneten Flächen parkt, riskiert eine Verwarnung. "Und wer sich ganz blöd anstellt, wird auch abgeschleppt", kündigt Kissau an.

Gerade an der Robert-Schumann-Straße habe sich immer mal wieder das Problem ergeben, dass Anwohner ihre Fahrzeuge vor ein Grundstück stellen und nachher nicht mehr geklärt werden konnte, wer nun zuerst geparkt hatte. "In Zukunft müsste es für alle klar sein, wo sie parken dürfen und wo eben nicht", sagt Kissau. Auch an anderen Stellen im Stadtgebiet reagiere die Stadt, wenn sie entsprechende Hinweise erhalte. In der Straße Waag zum Beispiel (kleine Sackgasse kurz vor dem neuen Kreisel in Wiehagen) hatte es auch eine Testfahrt mit einem Feuerwehrwagen gegeben. "Diese kleine Straße ist nicht sonderlich breit, also haben wir da bereits gehandelt und entsprechende Flächen markiert und ein Hinweisschild aufgestellt", kündigt Kissau an. In den meisten Haushalten gebe es heutzutage zwei Autos, aber nur eine Garage - "und ein paar Meter weiter laufen ist für viele ein Problem", sagt Kissau. Deshalb weise er gerne und immer wieder darauf hin, dass kein Hückeswagener ein Anrecht auf einen öffentlichen Parkplatz vor seinem Haus habe. "In Köln oder Wuppertal müssen Anwohner zehn bis 15 Minuten zu ihrer Wohnung laufen", sagt Kissau.

FOTO: Joachim Rüttgen

Um die Hinweisschilder aufstellen zu können, bedarf es allerdings immer wieder eines gewissen Zeitraums, denn die Stadt muss solche Maßnahmen grundsätzlich mit dem Straßenverkehrsamt in Gummersbach absprechen. "Diese Behörde muss die Maßnahme anordnen, erst dann kann der Bauhof tätig werden, aber auch die sind derzeit personell arg gebeutelt", sagt Roland Kissau. Mit der entsprechenden Beschilderung an der Robert-Schumann-Straße könnte es also noch ein bisschen dauern.

Auch in Zukunft werden sich die Mitarbeiter des Ordnungsamtes bei ihren Testfahrten Notizen machen und die Parksituation im Auge behalten, damit es nicht zu einer Katastrophe kommt.

Quelle: RP
 
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