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Leben & Lernen
73 kleine Forscher erkunden die Welt

Hückeswagen. HÜCKESWAGEN Wer ein echter Forscher ist, den lässt das regnerische bergische Wetter kalt! Das galt gestern für 73 Jungen und Mädchen aus vier Kindergärten aus Hückeswagen (Arche, St. Katharina), Radevormwald (Uelfestraße) und Wipperfürth (Johanniter), die beim "Tag der kleinen Forscher" auf dem Gelände des Wertstoffhofs, An der Schlossfabrik, an vier Stationen die Vielfalt von Natur und Technik erforschten.

Die gemeinnützige Stiftung "Haus der kleinen Forscher" engagiert sich für die Bildung von Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. Auch werden Erzieherinnen von Kindergärten, Grundschullehrerinnen und Mitarbeiterinnen der Offenen Ganztagsschulen zu pädagogischen Fach- und Lehrkräften weitergebildet, um den Entdeckergeist von Kindern zu fördern und sie qualifiziert beim Forschen begleiten zu können. Letztlich soll die Bildungsinitiative einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung von Bildungschancen und zur Nachwuchsförderung im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) leisten. Das stellte gestern auch Monika Lichtinghagen-Wirths heraus. Die Geschäftsführerin des Bergischen Abfallwirtschaftsverbands (BAV) sagte, dass dieses Projekt schon kleine Kinder über ihre natürliche Neugierde und Entdeckungsfreude an Naturwissenschaften und Technik heranführen soll. Sie hofft dadurch, dass sich junge Leute später einmal für eine Ausbildung und/oder ein Studium in der Region entscheiden. "Denn dann bleiben sie auch eher hier", sagte sie. Denn die bergische Wirtschaft sei auf junge Fachkräfte angewiesen. "Die brauchen wir hier!", betonte die BAV-Geschäftsführerin. Auch für Kerstin von Scheidt vom Regionalen Bildungsnetzwerk des Oberbergischen Kreises hat der "Tag der kleinen Forscher" eine große Bedeutung: "Die Kinder können entdecken, was in der Natur vor sich geht und wie etwa Maschinen funktionieren."

Unter dem Motto "Zeigst Du mir Deine Welt?" ging es gestern um das Thema "Vielfalt". So probierten die Knirpse anhand von Pflanzen, Blüten und Früchten aus, wo die Natur ihre Farben versteckt. Beim "Samenorchester" (mit Samen gefüllte Gefäße wie Filmdosen oder Joghurtbecher) gab's etwas zu hören. Mit Hilfe der Naturstempel lernten die Kinder, wie unterschiedlich bestimmte Gegenstände aussehen können. Und mit der "Samenkugelbahn" konnten sie vielfältig spielen - dazu klebten sie Holzspieße oder Spaghetti mit Hilfe von Knete zu einem Kugel-Labyrinth zusammen. Zu Beginn hatte Monika Lichtinghagen-Wirths den Kindern, aber auch den Erwachsenen eine wichtige Botschaft mit auf den Weg gegeben: "Wir haben nur eine Welt. Wir dürfen sie nicht kaputtmachen, denn sie muss noch für viele Generation halten." Auch das ist ein wichtiges Anliegen der Stiftung "Haus der kleinen Forscher". STEPHAN BÜLLESBACH

Quelle: RP
 
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