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Szene
Acrylbilder aus Kleinhöhfeld im "Kulturpunkt"

Hückeswagen. HÜCKESWAGEN Viele Jahre malte die Hückeswagenerin Maria Callegari in ihrem Atelier in Kleinhöhfeld an der Bever-Talsperre nur für sich selbst. Erst vor zwei Jahren stellte sie ihre gesammelten Kunstwerke in Wermelskirchen öffentlich aus - und begeisterte damit die Besucher und Kunstinteressierten. Nun gibt es eine weitere Chance, die Bilder der Hobby-Künstlerin zu betrachten. Drei Wochen lang wird Maria Callegari ab Mittwoch, 12. Oktober, ausgewählte Acrylbilder und Collagen im Wipperfürther "Kulturpunkt" an der Wupperstraße der Öffentlichkeit präsentieren. Die Vernissage beginnt um 19 Uhr. Künstlerin Petra Pfaff aus Halver wird die Kunstausstellung eröffnen, für den musikalischen Rahmen sorgt Querflötistin Heike Gorny.

Die Acrylbilder der Hückeswagenerin bestechen durch ihre zum Teil kräftigen Farben und ausdrucksstarken Motiven. Viele Reiseimpressionen, aber auch die heimische Bever- und Waldidylle fließen in ihre meist großformatigen Werke ein. Mehrere Jahre besuchte die Ruheständlerin die artera Kunst- und Malschule in Bergisch Gladbach. Nun hat sie sich den Wipperfürther "Montagsmalern" unter Leitung der Dozentin Daphna Koll angeschlossen. "Das ist ein zuckersüßes Ensemble", sagt Maria Callegari über ihren neuen Wirkungskreis.

Ihre Malerei hat sich im Laufe der Zeit verändert. Zu den figürlichen Darstellungen wie einer Herero-Frau aus Namibia, afrikanischen Tieren oder dem abendlichen Rheinufer in Köln zieren immer mehr abstrakte Collagen ihr Atelier in Kleinhöhfeld. "Das hat etwas mit Entwicklung zu tun", erläutert die Künstlerin. Hier werden Naturmaterialien wie Baumrinde, Gräser, Blüten und Blätter ebenso verarbeitet wie Bilder aus Magazinen, Apfelsinennetze, Torten- oder Seidenpapier. "Ich komme nicht ohne ein Stück Baum aus dem Wald wieder", berichtet Maria Callegari von ihren regelmäßigen Spaziergängen, auf denen sie Inspirationen wie auch Materialien für ihre Bilder erhält.

Eine beruhigende Wirkung verleiht sie ihren Werken nicht nur durch die Farbzusammenstellung, sondern auch durch eingearbeitete Bilder von Sonnen, Tempeln, Göttern oder Wasserfällen. "Ein paar 'Om-Sachen' sind fast immer dazwischen", sagt sie lachend. Immer häufiger tauscht sie den Pinsel gegen einen Spachtel ein. "Am liebsten benutze ich den Malerspachtel aus der Werkstatt meines Mannes", verrät sie. Die damit erzeugte Struktur verleiht den Bildern zusätzliche Effekte. Auf die Ausstellung im "Kulturpunkt" ab nächster Woche freut sich Maria Callegari, auch wenn ihr die Auswahl der Bilder schwerfällt. "Noch habe ich mich nicht entschieden", sagt sie. Bis zum 30. Oktober ist die Künstlerin an jedem Sonntag von 14 bis 17 Uhr vor Ort und präsentiert ihre Bilder interessierten Besuchern Der Wipperfürther "Kulturpunkt", der vor 21 Jahren als "Kulturgarage" von Mirza Atug gegründet wurde, hat mittlerweile seinen festen Platz in der bergischen Kulturlandschaft gefunden. Die monatlichen Kunstausstellungen sind schon auf Monate hinaus belegt. HEIKE KARSTEN

Quelle: RP
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