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Auch Erik Stokkentreeff ist jetzt Stadtmeister im Schach

Hückeswagen. HÜCKESWAGEN Nachdem im Juni mit Christian Loose der neuen Schach-Stadtmeister des Schachclubs Königsspringer Hückeswagen ermittelt wurde, wurde am Montagabend der Stadtmeister der Anfang 2014 gegründeten Schachspielgemeinschaft von Bürgermeister Dietmar Persian geehrt: 13 Spieler hatten an der Meisterschaft teilgenommen, am Ende hatte sich der Niederländer Erik Stokkentreeff durchgesetzt. Er gewann das Turnier vor Ivan Bobanac und Jürgen Engels. Dietmar Persian als Schirmherr der Schach-Stadtmeisterschaft überreichte allen Teilnehmern jeweils eine Medaille, die drei Besten erhielten zusätzlich noch einen vom Bürgermeister gestifteten Pokal. "Wir hatten ein sehr ausgeglichenes Spielerfeld. Es gab keinen Teilnehmer, der ungeschlagen blieb", berichtete Hajo Köhler von der Schachspielgemeinschaft, der selbst auf Rang sechs gelandet war.

Schach ist ein Spiel, das seine Zeit braucht; jeder Zug will wohl überlegt sein. Und so hat sich die Stadtmeisterschaft auch insgesamt über fast ein halbes Jahr hingezogen: "Am 29. Februar ist es losgegangen, und bis zum 29. August haben wir insgesamt 78 Partien ausgetragen - immer in den Räumlichkeiten der Evangelischen Kirchengemeinde in Wiehagen", sagte Köhler. Jede Partie dauert 90 Minuten. Wenn danach kein Sieger feststand, bestand die Möglichkeit der Verlängerung um eine halbe Stunde. "Aber nur, wenn die Spieler mindestens je 30 Züge gemacht hatten. Ansonsten entschied die Zahl der Züge über den Sieger der Partie", erläuterte Köhler.

Auch wenn das Feld insgesamt sehr stark gewesen sei, hätten sich dann doch relativ schnell vier Favoriten herauskristallisiert. "Die haben dann den Sieg unter sich ausgemacht", berichtete Köhler. "Man merkt bei einer Partie relativ schnell, wer etwas draufhat und wer nicht. Da genügen in der Regel ein paar Züge."

Allerdings sei Schach keine Frage des Alters. Das zeigt sich auch an der Altersstruktur der Schachspielgemeinschaft: "Unser Jüngster, Collin Seibt, ist gerade mal 15 Jahre alt und hat auch an der Meisterschaft teilgenommen. Unser Ältester, Jakob Reiter, ist schon über 70", sagte Köhler.

Die Schachspielgemeinschaft Hückeswagen ist bewusst nicht als Verein organisiert, betonte Köhler: "Wir sind ein loser Haufen, und das ist auch gut so. Zudem sind wir echt multikulti - bei uns spielen Schachspieler aus Holland, Russland, Kroatien, Kasachstan und Deutschland", sagte er und fügte lachend an: "Und aus Radevormwald." Auch wenn Schach durchaus konzentriert gespielt werden muss, so steht doch auch der Spaß im Vordergrund, wie am Montagabend zu sehen war. Denn da wurden nur gelegentlich die Figuren angerührt, ansonsten saßen die Spieler in gelöster Stimmung vor dem Café KiWie am Drosselweg und ließen sich Bier und Grillwurst schmecken, ehe es zur Siegerehrung ging.

Trainiert wird immer am Montagabend, 17.15 bis 20 Uhr. Wer mitspielen will, kann einfach im Café KiWie, Drosselweg 2, vorbeischauen. WOLFGANG WEITZDÖRFER

Quelle: RP
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