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Aus Der Natur
Bäumchen vom Radweg kämpft wohl vergeblich

Hückeswagen. HÜCKESWAGEN (büba) Es hat sich etwas berappelt - das traurig ausschauende Bäumchen vom Radweg. Im Garten von Ralf und Karin Dünner hat es sich scheinbar erholt und erblüht wieder. Zumindest haben sich Triebe und Blätter gebildet. Rückblick: Im März war der kleine Trompetenbaum, der auf der Grünfläche nahe des Bergischen Kreisels zwischen dem Radweg und dem Mühlenweg gepflanzt wurde, nur noch ein kümmerliches Stämmchen. Offenbar waren ihm immer wieder Äste abgeschnitten und war ihm seine Rinde verletzt worden. Als der Abriss der Brücke Brückenstraße begann, musste die Pflanze ohnehin weg, weil dort der Weg für die Baufahrzeuge angelegt worden war. Karin Dünner bat die Bauarbeiter um das Bäumchen und zieht es seither auf der heimischen Terrasse groß. "Es muss noch an Substanz zulegen", sagt Ralf Dünner. Aber das Ehepaar versucht, das Trompetenbäumchen wieder aufzupäppeln. Ziel ist es, die Pflanze entweder dem Bauhof-Mitarbeiter zurückzugeben, der sie der Stadt gestiftet hatte, oder wieder am Radweg einzusetzen.

Letzteres hört sich eigentlich gut an, wäre der Trompetenbaum doch ein Symbol für einen Kämpfer. Allerdings sieht Bauhofleiter Magnus Bernhardt kaum Chancen, dass aus dem traurigen Bäumchen einst ein stattlicher Catalpa werden wird. "Was jetzt austreibt, sind Wasserreiser", stellt der Pflanzenexperte auf Anfrage unserer Redaktion klar. Das passiere regelmäßig, wenn Äste und Triebe entfernt oder Bäume falsch beschnitten werden. Die Folge ist, dass die Wasserreiser irgendwann abbrechen. Und da dem Baum der Leittrieb gekappt wurde, "hat er nicht wirklich eine Chance, sich so zu entwickeln, wie er es eigentlich sollte", betont Bernhardt.

Quelle: RP
 
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