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Elektromobilität
BEW stellt Stadt neues Elektroauto zur Verfügung

Hückeswagen. HÜCKESWAGEN Sie sind keine Renner. Noch nicht. Elektroautos fahren bei weitem noch nicht so viel auf Deutschlands Straßen, wie es die Bundesregierung und Umweltschützer gerne hätten. Aber schenkt man BEW-Geschäftsführer Jens Langner und den Bürgermeistern von Hückeswagen, Dietmar Persian, und Wermelskirchen, Rainer Bleek, Glauben, wird sich das in absehbarer Zeit ändern. Das Trio schreitet mit gutem Beispiel voran: Seit sechs Jahren stellt der regionale Energieversorger den Stadtverwaltungen von Hückeswagen, Wermelskirchen und Wipperfürth jeweils ein Elektroauto zur Verfügung. Gestern präsentierte Langner das neueste Modell des Renault Zoe, mit dem die städtischen Bediensteten in den drei Kommunen unterwegs sein werden. Nach der Erfahrung mit den E-Autos hätten sich die drei Städte entschieden, weiter elektrisch mobil zu sein, betonte der BEW-Geschäftsführer. "Gemeinsam mit den Städten wollen wir die Elektromobilität im Bergischen Land weiter vorantreiben." Als überwiegend kommunaler Energiedienstleister sieht sich die BEW in der Pflicht, die Voraussetzungen für die Nutzung von Elektroautos zu schaffen. Im Bergischen betreibt die BEW zwölf Elektrotankstellen, darunter drei in Hückeswagen - am Schloss, an der Alten Ladestraße und an der Rader Straße in Höhe der Firma Pflitsch. Langner ist stolz darauf, den Kommunen ein Auto modernster Prägung zur Verfügung stellen zu können, dessen Reichweite deutlich höher ist. Kamen die E-Autos älterer Generationen mit einer Aufladung der Batterie auf maximal 200 Kilometer, schafft der Zoe jetzt gut das Doppelte. "Das ist eine kontinuierliche Entwicklung", glaubt der BEW-Geschäftsführer. Die E-Autos würden zunehmend wirtschaftlicher und günstiger. Das sieht Dietmar Persian ebenfalls so, der zusammen mit seiner Frau Elvira auch ein Elektroauto fährt. "Ich habe viele Leute im Bekanntenkreis, die sich jetzt mit dem Thema beschäftigen." Langner gestand zwar ein, dass die E-Autos in der Anschaffung noch teurer seien als Benziner oder Dieselfahrzeuge. "Aber bei den Folgekosten sind sie günstiger", versicherte er. E-Autos benötigten keine Inspektion und keinen Ölwechsel. Und hochgerechnet auf 100 Kilometer betragen die Stromkosten etwa vier Euro im Gegensatz zu zehn Euro beim Benzin. Daher ist sich Langner sicher: "Wir glauben fest an die Zukunft der E-Mobilität und sehen hier einen stark wachsenden Markt." Zudem seien E-Autos deutlich spritziger als normale Wagen, hat Persian festgestellt.

STEPHAN BÜLLESBACH

Quelle: RP
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