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Brauchtum
Bewegende Rede beim Großen Zapfenstreich

Brauchtum: Bewegende Rede beim Großen Zapfenstreich
Sonntagabend trafen sich die Schützen zum Großen Zapfenstreich vorm Schloss. Dort hörten sie eine beeindruckende Rede über Krieg und Frieden. FOTO: H. karsten
Hückeswagen. Seit vielen Jahren ist die Toten- und Gefallenenehrung mit Zapfenstreich ein fester Bestandteil und Höhepunkt des Schützenfestes. So auch am Sonntagabend, als die Schützen sich zusammen mit etlichen Zuschauern auf dem Schlossplatz formierten, um inmitten der Feierlichkeiten innezuhalten und der Toten zu gedenken.

Christoph Lange, Präsident des Bergischen Schützenbunds, hielt dabei eine bewegende Rede über Krieg und Frieden, Toleranz, Versöhnung und Völkerverständigung. "Seit 72 Jahren herrscht Frieden in Europa. Dieser Zeitraum ist so lang, dass wir Gefahr laufen, den eigentlichen Sinn von Gedenkfeiern zu verkennen und sie zur bloßen Pflichtübung werden zu lassen", mahnte der Schützenpräsident und fügte hinzu: "Not, Krieg und Verfolgung sind noch da draußen in der Welt, und wir dürfen nicht den Blick davor verschließen."

Die Aufrechterhaltung von Menschenrechten beginne im Kleinen. Deswegen hätten auch Gedenkveranstaltungen wie das Totengedenken beim Schützenfest oder der Volkstrauertag nichts von ihrer Berechtigung eingebüßt. "Vielleicht sind sie sogar notwendiger als jemals zuvor", sagte Lange.

Wichtigster Aspekt sei nicht das zurückblickende Betrauern von Verlorenem, sondern das Besinnen auf all das, was auf dem Spiel steht, wenn die Menschen der Intoleranz und dem Egoismus verfallen. Diese eindringlichen Worte honorierten die Zuschauer mit einem langanhaltenden Applaus. Mit Fackeln zogen die Schützen im Anschluss über die festlich geschmückte Markt- und Islandstraße zurück zum Festzelt.

Quelle: RP
 
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