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Gut Gemacht
Circus Altano verzaubert das "Wohnwerk"

Hückeswagen. HÜCKESWAGEN Was für ein schönes Bild! Da sitzt am Mittwochvormittag eine Menge Menschen zusammen in einem schönen Garten. Ganz junge sind dabei, zwischen zwei und sechs Jahren alt. Aber auch alte Menschen. Die Älteste ist 89. Die Temperaturen sind sommerlich warm, es ist trocken, und gleich gibt es auch noch ein buntes und abwechslungsreiches Zirkusprogramm zu sehen. Denn wie schon im vergangenen Jahr ist der Circus Altano zu Gast im "Wohnwerk", dem Wohnheim für Demenzkranke am Montanus-Kreisel.

"Das ist voriges Jahr bei unseren Bewohnern so gut angekommen, dass wir uns gedacht haben, dass eine Wiederholung eine feine Sache wäre", sagt Heimleiterin Iris Prangenberg-Röntgen. Dieses Mal jedoch hat das Team vom "Wohnwerk" auch noch die Kinder der Tagesstätte der benachbarten Evangelisch-freikirchlichen Gemeinde Kreuzkirche zur Vorstellung mit eingeladen. "Die Kinder kommen immer wieder zum Martinssingen zu uns, sie kennen also die Senioren schon", berichtet die Heimleiterin. Außerdem sind auch einige Angehörige zum "Wohnwerk" gekommen, so dass das Rund im Garten gefüllt ist, als die Vorstellung beginnt.

Die Freude ist groß, als Zirkusdirektor Karl Altano die Zuschauer begrüßt und einen kleinen Ausschnitt aus dem aktuellen Programm ankündigt. "Mit unseren Senioren können wir ja nicht ins Zirkuszelt gehen, das würde sie schlicht überfordern", sagt Prangenberg-Röntgen. "Aber es macht ihnen unheimlich viel Freude, dazu muss man nur die Mienen beobachten." Und die Knirpse des Kindergartens haben ohnehin ihren Spaß, vor allem als Clown Spaghetti seinen ulkigen Auftritt mit Tanz- und Zaubereinlagen hat. Aber auch die artistischen Einlagen von Fräulein Justine, die etwa mit jeder Menge Hula-Hoop-Reifen hantiert, wird eifrig beklatscht. Und als Artistin Stefanie mit ihren dressierten weißen Tauben die Garten-Bühne betritt, müssen nicht nur die Senioren schmunzeln: Zu putzig ist es anzusehen, wie die Tauben im Takt der Schnulze "Only You" auf ihrer Schaukel hin und her wackeln. Die Vögel dürfen auch gestreichelt werden, was natürlich besonders den Kindern gefällt.

Eigentlich fehlt bei so viel guter Unterhaltung nur der Geruch von Popcorn oder Grillwürstchen, aber dafür haben die "Wohnwerk"-Mitarbeiter zwei Tische mit Getränken und Fingerfood im Garten aufgebaut: "Im Anschluss gibt es Mittagessen, das unsere Bewohner dann zusammen mit den Kindern einnehmen können", sagt Prangenberg-Röntgen. Da habe sich Fingerfood angeboten. So sind am Ende überall zufriedene Gesichter zu sehen. WOLFGANG WEITZDÖRFER

Quelle: RP
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