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Szene
Ein kleines Festival mitten auf dem Land mit Kult-Potenzial

Hückeswagen. HÜCKESWAGEN (sebu) In Funkenhausen schoss am Samstagabend die Dezibel-Anzeige des Phonometers ordentlich in die Höhe. Zum vierten Mal hatte der CVJM Herweg zum Rocken in die Scheune eingeladen. Das rustikale Konzept R.I.D.S. ("Rock in der Scheune") scheint aufzugehen, denn auch die vierte Auflage lockte wieder mehr als 100 Besucher aus der Region zum Headbanging aufs Land.

Idyllisch gelegen, versteckt zwischen üppigen, saftig-grünen Wiesen schlummert die alte Holzscheune in Funkenhausen bei Herweg. Einmal im Jahr aber verwandelt sich der Landstrich in ein kleines Festivalgelände, und etliche Rock-, Ska-, Punk- und Metal-Fans zieht es hierher. "Rock in der Scheune" scheint sich zu einem Geheimtipp für Fans von ordentlich handgemachter Musik gemausert zu haben. Am Samstagabend zumindest reihten sich wieder zahlreiche Fahrzeuge den steilen Hang bis zum alternativen aber durchaus charmanten Konzertsaal aneinander. Die brummenden Bässe und das laute Schrammen der Gitarren waren schon von weitem zu hören. Das Line-Up formten diesmal neben der hauseigenen Alternative-Rock-Band "Big Stroke" die Düsseldorfer Ska-Punk-Rock-Band "RubbelDieKatz", die Rap-Rock-Kombo "Bones" aus Wuppertal" sowie die Ska-Polka-Hardcore-Truppe von "Klamüüühdiha" aus Hückeswagen. Eine bunte Mischung, die ein ebenso buntes Publikum anzog: Der Vorplatz der Scheune füllte sich mit Konzertbesuchern unterschiedlichsten Alters und Couleur. Alt-Rocker und Newbies, ebenso wie bekennende Punks und einfache Fans guter Musik tummelten sich hier in Grüppchen. Daniel Steiner (21) war zum zweiten Mal bei R.I.D.S dabei. Im vorigen Jahr noch als Besucher, bestieg er nun die Bühne als Schlagzeuger der Band "Big Stroke". "Die Stimmung war schon im letzten Jahr gut, und dieses Mal ist es ähnlich", sagte Steiner. Mitgebracht hatte der Wermelskirchener auch seine Freunde aus der Nachbarstadt, die zum ersten Mal das ländliche Rockfestival besuchten. "Es ist gar nicht mal so schlecht hier", lobte Henry Wetzel (21). "Nette Leute, gute Musik." Das war ganz nach seinem Geschmack. Das besondere Flair rund um die Scheune überzeugte die Jungs besonders. "Die ländliche Umgebung macht schon was her, ist halt was anderes", äußerte Philip Burghoff (22). Auch der Dritte im Bunde, Nick Rose (21), zeigte sich angetan: "Mir gefällt es wirklich sehr gut. Die Bands höre ich zum ersten Mal, aber da sind schon gute Sachen dabei."

Und genau darum geht es Initiator Philipp Wüster:"Die Idee hinter ,Rock in der Scheune' ist, Newcomerbands eine Plattform zu geben, um sich zu präsentieren." Den Ort dafür, die alte Scheune, stellte sein Vater zur Verfügung. Das Besondere an R.I.D.S? "Der familiäre Charakter", sagt der 24-Jährige. "Ein kleines Festival mitten auf dem Land."

Quelle: RP
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