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Geschichte
EKS- und Realschüler kommen in Auschwitz Holocaust nahe

Hückeswagen. HÜCKESWAGEN (sb) Die Schrecken von Auschwitz begreifen - dieses Ziel verfolgen je zwölf Schüler der Städtischen Realschule und der Erich-Kästner-Schule (EKS) in einem gemeinsamen Kooperationsprojekt. Dafür belegen die Schüler beider Schulen einen Extra-Geschichtskurs, in dem sie sich intensiv mit dem Thema "Holocaust" beschäftigen. Die Lehrer Helga Coßmann und Cathérine Wasserfuhr von der EKS sowie Thomas Wientzek und Thorsten Schmalt von der Realschule begleiten das Projekt.

"Um Toleranz und Akzeptanz des Andersseins zu üben, begegnen sich die Jugendlichen in dem Kurs auf Augenhöhe"", berichtet Cathérine Wasserfuhr. "Ihre Kurse kreuzen sich regelmäßig. Sie setzen sich gemeinsam mit den Schrecken der Vernichtungslager auseinander, recherchieren, präsentieren und schauen Dokumentationen." Auch eine gemeinsame Fahrt zu einer Synagoge in Wuppertal ist geplant.

Im Vordergrund des Projekts steht jedoch das Gedenken an die Opfer am Ort des Geschehens. So soll eine Reise nach Auschwitz im Frühjahr 2016 den Schülern eine bleibende Erfahrung bringen und sie so für die deutsche Geschichte sensibilisieren. Die das Projekt begleitenden Lehrer erhoffen sich dadurch mehr Toleranz und Offenheit für jede Art von Minderheit in der Gesellschaft.

Die Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen sowie der Edeka-Markt Uwe Byhahn in Wiehagen unterstützen die geplante Reise mit je 1000 Euro. Der Förderverein der Realschule bezuschusst das Projekt zudem mit 50 Euro pro Schüler. Das ist bislang jedoch zu wenig, um die Reise antreten zu können; die Finanzierung ist also noch nicht gesichert. "Die Planung steht auf wackeligen Beinen", sagt Cathérine Wasserfuhr und fügt hinzu: "Gesucht werden noch ein Busunternehmen mit guten Konditionen sowie weitere Sponsoren, um die Fahrt bezahlbar zu machen."

Am Tag der offenen Tür der Realschule am Samstag, 19. Dezember, wollen die Jugendlichen auf ihr Projekt aufmerksam machen und Zuckerwatte verkaufen - etwas Süßes als Gegengewicht zum bitteren Thema.

Quelle: RP
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