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Leben & Lernen
Ende der Kunst-AG an der Realschule

Hückeswagen. HÜCKESWAGEN (wow) Nach vier Jahren endet für Birgit Mostert die Zeit als Kunstlehrerin an der Städtischen Realschule an der Kölner Straße. Die 53-Jährige wurde beim Sommerfest am vergangenen Freitag mit Blumenstrauß und kleiner Oscar-Statue für "die kreativste Lehrerin" offiziell verabschiedet. Grund für die beendete Zusammenarbeit ist einmal mehr das "liebe Geld": "Ich habe in den vier Jahren immer wieder teils recht kurzfristige Zeitverträge bekommen, aber jetzt kann die Zusammenarbeit aus finanziellen Gründen nicht mehr verlängert werden", berichtet Birgit Mostert, die 2012 von Schulleiterin Christiane Klur erstmals gebeten wurde, als Akut-Aushilfe einige Stunden zu übernehmen. "Daraus sind jetzt doch vier Jahre geworden", sagt die 53-Jährige schmunzelnd und fügt an: "Ich habe ja zuvor mehrere Jahre an einer Berufsschule in Essen unterrichtet, von daher war mir das Pädagogische nicht fremd."

In ihren unterschiedlichen Zeitverträgen hat die gelernte Theatermalerin immer zwischen sechs und zehn Wochenstunden Kunst unterrichtet - und dadurch die Zeit und Gelegenheit gehabt, die Kunst-AG aufzubauen. "Dass die AG nicht weitergeführt werden kann, ist natürlich schade. Aber ich habe das Glück, zu einem Zeitpunkt zu gehen, zu dem es richtig gut gelaufen ist", sagt Mostert. Im Rahmen der Kunst-AG hat die Hückeswagenerin Kinder und Jugendliche betreut, die über den normalen Kunstunterricht hinaus etwas Kreatives machen wollten - ohne Leistungsdruck und Noten. "In der Kunst-AG haben wir etwa die Bilder für das Sommerfest gemacht, die dort versteigert wurden. Dann haben wir uns um Ausstellungen für den Weihnachtsbasar und das Sommerfest gekümmert - die AG hat gezeigt, wie viel kreatives Potenzial an der Schule ist", betont Mostert, die neben der Kunst-AG vor allem die neunten und zehnten Klassen unterrichtet hat.

Arbeitslos ist die Hückeswagenerin nun aber nicht geworden: "Die Realschule war zeitlich gesehen ein kleinerer Teil meiner Arbeit." Am wichtigsten sind der Theatermalerin nach wie vor ihre Kunstkurse, die sie für alle Altersgruppen in ihrer Wohnung an der Marktstraße anbietet. "Das ist immer sehr gesellig. Ich gebe fünf Kurse pro Woche, maximal sind vier Teilnehmer pro Kursus dabei", sagt sie. Außerdem ist sie bei der Diakonie angestellt im Rahmen ihrer dortigen Tätigkeit besucht sie ältere Menschen - und natürlich spielt auch bei diesen Besuchen das Malen und die Kunst die Hauptrolle. Es wird Birgit Mostert also bestimmt nicht langweilig werden, auch wenn sie die Realschule vermissen wird: "Es ist ein tolles Kollegium dort, und die Arbeit mit den Kindern hat mir unheimlich viel Freude bereitet", versichert sie.

Quelle: RP
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