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20 Jahre Partnerschaft
Feuerwehr zu Gast bei brandenburgischen Freunden

Hückeswagen. HÜCKESWAGEN 30 Männer und Frauen der Feuerwehr-Löschgruppe Holte und des Löschzugs Stadt hatten sich am vergangenen Wochenende auf den Weg gemacht. Ziel war die Partnerfeuerwehr im brandenburgischen Königs Wusterhausen. Denn mit den Kameraden in der Nähe von Berlin verbindet die hiesige Feuerwehr eine 20 Jahre währende Freundschaft, teilte Stadtbrandinspektor Karsten Binder gestern mit. Bereits der erste Morgen hielt für die Gruppe, die von Bürgermeister Dietmar Persian begleitet wurde, einen besonderen Programmpunkt bereit: Sie besuchte gemeinsam mit den Kameraden aus "KW" die "verbotene Stadt" der Sowjets und nahm an einer Besichtigungstour durch die ehemalige Garnisonsstadt teil.

Anschließend gingen die Feuerwehrleute der deutschen und russischen Militärgeschichte auf den Grund. "Der Name Wünsdorf sagt heute vielen nichts mehr", berichtete Binder. "Doch die unscheinbare Gemeinde, seit 2003 ein Ortsteil der Kleinstadt Zossen, war einst der größte Militärstandort Europas."

Bis in die 1980er Jahre lebten dort bis zu 75.000 sowjetische Armeeangehörige und Zivilisten. Für die umliegende DDR-Bevölkerung gab es keinen Zugang in das Sperrgebiet. In zwei Gruppen besichtigten die Hückeswagener auch Teile der Maybach-Ruinen, den Nachrichtenbunker "Zeppelin" sowie die russischen Bunker "Panzir" und "UK 20". "Zeppelin" blieb während der Gesamtdauer des Zweiten Weltkrieges der wichtigste, größte und zu jener Zeit modernste Fernmeldeknoten im Verbindungssystem der deutschen Wehrmacht. Für die Besucher ging damit ein interessanter Samstagnachmittag zu Ende.

Abends startete der offizielle Teil der Jahreshauptversammlung mit einem Jahresrückblick, Beförderungen sowie Ansprachen der Bürgermeister Dr. Lutz Franzke (KW) und Dietmar Persian. Karsten Binder berichtete über das Hückeswagener Einsatzgeschehen und fasste die Partnerschaft zwischen Königs Wusterhausen und der Schloss-Stadt aus den vergangenen 20 Jahren zusammen. Denn mit den Freunden der Feuerwehr Königs Wusterhausen haben die Feuerwehrleute in 20 Jahren der Patenschaft schon einiges erlebt. Berlin und das Umland der Hauptstadt hatten sie zum 110-jährigen Bestehen der "Fw KW" im Jahr 1998 besucht. Eine Führung im Reichstag, das Schlossfest mit einem Klassik-Konzert oder der Besuch der Flughafen-Feuerwehr Berlin-Brandenburg zählten zu den Höhepunkten dieser gemeinsamen Reise. Im Anschluss an Binders Vortrag ließen die Kameraden den Tag bei Buffet und mit Tanz ausklingen. Sonntagmorgen machte sich die Delegation wieder auf den Rückweg ins Bergische. "Alle haben ein sehr schönes, erlebnisreiches Wochenende mit den Freunden aus Königs Wusterhausen verbracht", resümierte Binder. Doch spätestens beim Altstadtfest sehen sie die Kameraden aus Königs Wusterhausen wieder.

JESSICA BALLEER

Quelle: RP
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