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Zertifikat
Firma Pflitsch bietet eine ausgezeichnete Ausbildung

Hückeswagen. HÜCKESWAGEN Erst vor wenigen Wochen ist der Kabelführungsspezialist Pflitsch von der berufundfamilie gGmbH zum vierten Mal als "familienfreundlicher Arbeitgeber" ausgezeichnet worden, weil er sich für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie engagiert; 250 Beschäftigte und ihre Familien profitieren von den Maßnahmen. Gestern gab es für das Unternehmen vom Mühlenweg die nächste Auszeichnung: Von Wirtschaftspsychologen der "ertragswerkstatt" aus Werdohl, die seit 2013 etwa 150 Unternehmen bewertet haben (2015: 87), erhielt Pflitsch erstmals das Siegel als "Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb". "Neben Gira aus Radevormwald sind wir das einzige Unternehmen aus dem Oberbergischen Kreis, das dieses Siegel bekommen hat", sagte Roland Lenzing, Prokurist und Leiter Unternehmensstrategie.

Pflitsch bildet 23 Nachwuchskräfte in acht Berufen aus - vom Industriekaufmann bis zum Mediengestalter. "Wir haben den Azubis 100 Fragen gestellt, die sich in 20 Minuten beantworten ließen. Das ist kein Larifari-Siegel, wir wollten alles genau wissen", betonte Judith Grefe von der "ertragswerkstatt". Die Azubis sollten unter anderem ihre Arbeitsinhalte, Zukunftschancen und Handlungsspielräume bewerten. Zudem flossen Kennzahlen - etwa die Auszubildenden- und Abbrecher-Quote - in das Ergebnis mit ein. "Man kann bei Pflitsch selbstständig arbeiten, das wurde in den Fragebögen positiv bewertet", sagte Grefe. Das Betriebsklima sei zudem hervorragend. "Wir liefern den Firmen konkrete Ergebnisse, zeigen Stärken und Schwächen auf, so dass sie damit arbeiten können", erläuterte Grefe. "Der Ausbildungsbetrieb soll nicht nur gut sein, sondern immer besser werden." Viele Unternehmen würden die Zertifizierung darum jährlich wiederholen. 2015 hat die "ertragswerkstatt" mehr als 3200 Azubis gefragt, die Rücklaufquote lag bei 90 Prozent. "Bei Pflitsch haben sogar alle 23 Azubis den Fragebogen ausgefüllt", freute sich Grefe.

"Auzubildende sind bei uns nicht zum Kaffeeholen da. Sie bekommen verantwortungsvolle Aufgaben", stellte Lenzing klar. Bewerber hat das Unternehmen ausreichend; allein 160 zuletzt für die Ausbildung zum Industriekaufmann. "Wir konnten eine Auswahl treffen, haben umfangreiche Tests gemacht", sagte Lenzing. Etwas schwieriger sei es, an Technische Produktdesigner oder Zerspanungsmechaniker zu kommen. Die meisten Azubis kommen von der Realschule oder dem Gymnasium, einige auch von der Hauptschule. "Die Kooperation mit der Realschule ist sehr fruchtbar - dadurch rekrutieren wir viele Azubis ", sagte Ausbildungsleiterin Sabina Waßmuth. JAN DOBRICK

Quelle: RP
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