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Leben & Lernen
Jede Menge Sport statt Mathe, Deutsch und Klassenarbeit

Leben & Lernen: Jede Menge Sport statt Mathe, Deutsch und Klassenarbeit
Beliebt bei den Realschülern war vor allem das Bogenschießen. Angeleitet wurden die Jungen und Mädchen von Mitarbeitern der pädagogischen Einrichtung "Hand und Werk" von Kleineichen. FOTO: peter meuter
Hückeswagen. HÜCKESWAGEN So könnte Schule jeden Tag aussehen, zumindest für Schüler: Die Realschüler hatten gestern nämlich keinen regulären Unterricht, sondern betätigten sich den ganzen Vormittag über sportlich. Und das über die ganze Stadt verteilt: Die Lehrer der Fachschaft Sport hatten wieder einmal das Sportfest organisiert. Katrin Heckmann war eine von drei Sportlehrern aus dem Organisationsteam: "Zusammen mit Sandra Hartel und Andreas Schröder kümmere ich mich jedes Jahr um das Sportfest", sagte sie. Die Ausrichtung sei dabei immer unterschiedlich: "Im vergangenen Jahr haben wir die Bundesjugendspiele ausgerichtet, in diesem Jahr sollte es dann wieder etwas eher gemeinschaftlich Spaßiges sein."

Die übrigen Lehrer aus dem Kollegium hätten sich im Vorfeld die verschiedenen Angebote überlegen können, per Aushang konnten sich die Schüler dann ganz nach ihren Wünschen eintragen. "Die meisten haben auch ihren ersten Wunsch erfüllt bekommen", versicherte die Sportlehrerin, die mit einem Kollegen und rund 50 Schülern den Vormittag im Bürgerbad verbrachte. Neben dem Schwimmen wurden auch noch Bogenschießen, Yoga, Hip-Hop-Tanz, Stand Up Paddling, Fußball, Golf in Dreibäumen und ein Abenteuer-Parcours durch die Stadt angeboten. "Vor allem das Stand Up Paddling wollten wir als neue Sportart den Schülern einmal näherbringen", sagte Katrin Heckmann.

Die Schüler im Hallenbad wurden in drei Gruppen aufgeteilt und hatten vor allem mit der beliebten Mattenbahn eine Menge Spaß: "Die Kinder bleiben bis gegen 11 Uhr im Wasser, danach gibt's noch Mittagessen im Bürgerbad-Imbiss", berichtete die Sportlehrerin. Das Schwimmangebot sei neben dem Fußballturnier auf dem Sportplatz Schnabelsmühle besonders beliebt gewesen.

"Ich war allerdings auch ein bisschen überrascht davon, dass sehr viele Schüler Yoga und die Entspannungsangebote gewählt haben." Wie ursprünglich auch der zehnjährige Hubert aus der fünften Klasse: "Ich habe aber auf der Liste gesehen, dass da nur Mädchen mitmachten - dann habe ich mich doch fürs Schwimmen entschieden", sagte Hubert.

Das machte dem Zehnjährigen dann genauso viel Spaß wie seinen beiden elfjährigen Freunden Julien und Tim: "Ich hatte als ersten Wunsch Fußball angegeben, aber das hat dann wegen der Teilnehmerzahl nicht geklappt", sagte Julien. "Ich finde beim Schwimmen aber besonders die Mattenbahn toll. Das macht richtig Spaß!" Das fand auch Tim, der eigentlich zum Bogenschießen wollte: "Aber das Schwimmen ist auch toll. Und ich freue mich jetzt auch aufs Mittagessen."

Für Katrin Heckmann war besonders die klassenübergreifende Beteiligung der Schüler ein besonderer Vorteil des Sportfests: "Das hat man ja doch eher selten im Alltag. Und ich finde es sehr schön zu sehen, dass die Kinder hier über alle Altersstufen hinweg miteinander Spaß haben", sagte die Sportlehrerin zufrieden. Überhaupt sei das Sportfest eine sehr schöne und passende Veranstaltung zum Schuljahresende.

WOLFGANG WEITZDÖRFER

Quelle: RP
 
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