| 00.00 Uhr

Leben & Lernen
"KulturScouts" ziehen positive Bilanz des Pilotjahres

Hückeswagen. HÜCKESWAGEN Das Bergische Land bietet viele kulturelle Höhepunkte und interessante Sehenswürdigkeiten. Um diese regionale Vielfalt auch Schülern näherzubringen, wurde vor etwa einem Jahr das Projekt "KulturScouts Bergisches Land" ins Leben gerufen. Initiatoren waren die Kreise Rhein-Berg, Mettmann, Oberberg sowie die Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal. Ziel ist es, Schülern zwischen elf und 16 Jahren von weiterführenden Schulen aus der Region die Kulturorte ihrer Region entdecken zu lassen. Die Schüler erhielten als "KulturScouts" die Möglichkeit, kostenfrei zwei Mal im Jahr eine regionale Kultureinrichtung zu besuchen und diese kennenzulernen. Darunter sind auch Jugendliche der Hückeswagener Erich-Kästner-Schule (EKS).

Um den Erfolg des Projekts zu überprüfen, kamen viele Beteiligte nun bei einer Veranstaltung im Historischen Zentrum Wuppertal zusammen. 50 Schüler von zehn Schulen tauschten dort ihre Erfahrungen mit Vertretern der regionalen Kulturorte aus. "Die Schüler sollen so viel wie möglich von den Besuchen bei den Kulturorten mitnehmen. Deswegen ist es wichtig, ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Eindrücke zu teilen und an der weiteren Entwicklung des Projekts mitzuarbeiten", erläuterte Koordinatorin Sandra Brauer die Idee der Veranstaltung. "Die Praxis und das eigenständige Ausprobieren stehen dabei im Vordergrund."

Auch für die etwa 85 Teilnehmer der Veranstaltung galt diese Maxime: Jeder musste seine Wahrnehmungen und Eindrücke kreativ umsetzen oder in Diskussionsgruppen mitarbeiten, um Ideen und Vorschläge für die weitere Ausrichtung des Projekts festhalten zu können. "Im Alltagsgeschäft bleibt leider selten Zeit, nach jedem Besuch mit den Schülern darüber zu sprechen. Daher ist diese Veranstaltung eine wunderbare Gelegenheit, sich intensiv mit ihren Meinungen und Wünschen auseinanderzusetzen", berichtete Birgit Ludwig-Weber, Museumspädagogin auf Schloss Homburg in Nümbrecht. Am Ende der Veranstaltung seien sich alle Schüler einig gewesen: Das Projekt sei sinnvoll und interessant, allerdings sei die Besuchszeit der kulturellen Einrichtungen zu knapp bemessen gewesen. Darüber hinaus verliehen die Schüler ihrem Wunsch nach eigenständigem Erkunden Nachdruck. "Der Besuch könnte besser sein, wenn weniger geredet würde und wir durch das Museum gehen könnten", lautete das Fazit einiger "KulturScouts". Es sei aber auch die eigene Rolle kritisch hinterfragt worden - man müsse offen sein für neue Ideen, Angebote annehmen, mitmachen und sich respektvoll verhalten. Inwiefern diese Verbesserungsvorschläge tatsächlich umgesetzt werden, zeigt sich im nächsten Schuljahr, wenn das Projekt in die zweite Runde geht. Das aktuelle Programm ist im Internet unter www.kulturscouts-bl.de zu finden. Fragen beantwortet Projektkoordinatorin Sandra Brauer, Tel. 02202 132351, oder per E-Mail an: kulturscouts@rbk-online.de MARKUS PLÜM

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Leben & Lernen: "KulturScouts" ziehen positive Bilanz des Pilotjahres


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.