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Senioren- Und Pflegeberatung
Kursus über das "Leben mit Demenz" - die Nachfrage nach Hilfe ist groß

Senioren- Und Pflegeberatung: Kursus über das "Leben mit Demenz" - die Nachfrage nach Hilfe ist groß
Ursula Wolf (l.) informierte über die medizinischen Aspekte der Demenz. FOTO: Röntgen
Hückeswagen. HÜCKESWAGEN (büba) Die Gesellschaft wird immer älter, entsprechende nehmen die Demenzerkrankungen zu. Angehörige sind oft rat- und hilflos, wenn der Vater oder die Mütter plötzlich unter dem Vergessen leidet. Die Senioren- und Pflegeberatung der Stadt will helfen und hat daher den Kursus "Leben mit Demenz" organisiert, der restlos ausgebucht ist. 18 Teilnehmer informierten sich jetzt im ersten von insgesamt drei Teilen über die medizinischen Aspekte der Demenz und darüber, wie man Menschen mit Demenz besser versteht. Sabine Röntgen, die Senioren- und Pflegeberaterin der Stadtverwaltung, hatte als Leiterin Ursula Wolf, stellvertretende Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft im Bergischen Land, gewonnen. "Die Teilnehmerinnen hatten reichlich Erfahrung mit Menschen, die an Alzheimer erkrankt sind", berichtete Röntgen. Da sei zum Beispiel ein Herr, dem seit einiger Zeit auffalle, dass seine Frau Dinge vergesse oder verlege. Ständig müsse er Sachen suchen, die seine Frau irgendwo versteckt habe. Sie hat Schlaf- und Sprechstörungen und ihr Urteilsvermögen ist stark beeinträchtigt. Eine Frau pflegt ihre Schwester und verspricht sich von dem Kursus Hilfe im Umgang mit ihr.

Ursula Wolf berichtete in dem Kursus, dass mehr als 1,6 Millionen Deutsche an Demenz erkrankt sind - Tendenz steigend. "Es gibt keine vorbeugenden Maßnahmen, und eine medikamentöse Therapie kann den Krankheitsverlauf lediglich verzögern." Die Familien seien großen Belastungen ausgesetzt, was auch die Teilnehmer bestätigten.

Der Großteil der Demenzerkrankten wird von Angehörigen gepflegt, was vielfach zu Überforderungen und Frustration führen kann, hat Ursula Wolf festgestellt. Sie verwies darauf: "Nur wenn es den Angehörigen gut geht, kann es auch dem Demenzkranken gut gehen."

An den beiden weiteren Nachmittagen werden unter anderem Entlastungsmöglichkeiten für Angehörige und Krisenbewältigung für Pflegende angesprochen. Am letzten Kursusnachmittag werden zudem die Themen "Rechtliche und finanzielle Unterstützung" sowie "Selbstsorge und Achtsamkeit für Pflegende" angesprochen.

Quelle: RP
 
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