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Gottes Bodenpersonal
Mehrzweckhalle wird zur Luxusherberge für Pilger

Hückeswagen. Dass die große Sporthalle im Brunsbachtal als "Luxusunterkunft" und "Fünf-Sterne-Herberge" bezeichnet wird, kommt sicherlich äußerst selten vor. Am Dienstagabend erhielt sie diese Bezeichnung von 58 Teilnehmern der "Straelener Herbstwallfahrt", die unter dem Motto "Neue Horizonte" steht. Die Pilger sind seit Montag unterwegs von Marienheide bis Altenberg und nutzten die Halle als Nachtlager. Über die Größe und Sauberkeit freuten sich die Gäste sehr. "Wir haben da schon ganz andere Sachen erlebt", berichtete Pilgervater Georg "Schorsch" Nieskens. Nach der ersten Nacht im Wipperfürther EvB-Gymnasium startete die Tagestour der Gruppe am Dienstag entlang der Neye-Talsperre Richtung Egen und an der Bever-Talsperre vorbei nach Hückeswagen, wo sie in der Fußgängerzone am frühen Abend mit einem heftigen Regenschauer empfangen wurde. "Das war der Begrüßungssegen", nahm es der Pilgervater positiv christlich auf. In der Mehrzweckhalle angekommen, saßen die Teilnehmer im Foyer zusammen, bauten die Nachtlager in der Halle auf und aßen im Foyer gemeinsam zu Abend. Es herrschten eine spürbare Harmonie und ein familiäres Miteinander innerhalb der Gruppe, was auch die Besucher bemerkten - wie etwa Heike Rösner, Tourismusbeauftragte der Stadt. Sie hatte im Vorfeld auf Anfrage von Wanderführer Toni von Pluto Kartenmaterial verschickt. "Ich finde das sehr interessant und wäre besser mal einen Tag mitgegangen", sagte sie bei der abendlichen Stippvisite.

Besonders die bunt gemischte Truppe quer durch alle Altersklassen war außergewöhnlich. Hier waren Oma-Opa-Enkelgespanne, Einzelpersonen, Kinder und Rentner bestens integriert. Christine Schulte wanderte mit ihrem Sohn Kilian (18) schon zum achten Mal mit. "Das ist eine tolle Auszeit", sagte die Mutter, der besonders die morgendlich individuell gestalteten Messen in den Turnhallen gut gefallen. Dazu wird die Pilgergruppe von Pastor Ludwig Verst und einem indischen Kollegen begleitet. "Die Nähe zu den Leuten bekommt man nie so wie hier. Das ist viel intensiver", sagte Verst. Das bestätigte Margret Frings-Dapprich, die sich der Wallfahrt zum ersten Mal angeschlossen hatte. "Ich fühle mich aufgehoben und angenommen", sagte die 75-Jährige. In Wermelskirchen übernachtet die Gruppe nun bis Freitagmorgen in der ehemaligen Halle des Turnvereins. HEIKE KARSTEN

Quelle: RP
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